Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/printarchiv/bergedorf/article48933/Disco_Bus_wird_geprueft.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Disco-Bus wird geprüft

Bergedorf/Trittau (he). Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein nehmen das Thema Disco-Bus ernst. Gleich zwei Vertreter haben im Verkehrsausschuss Grundlagen und Überlegungen für einen Zusatz-Service zwischen Bergedorf und dem Fun-Park Trittau erläutert. Rüdiger Neuwirth und Nils Dahmen fanden Gehör: Mit den VHH werden Vertreter aller Fraktionen ausloten, was machbar ist.
Ohne präzise Aussagen zu Grundlagen und Umfang könne er keine Angaben zu den Kosten machen, unterstrich Neuwirth. Ein Disco-Bus stelle an den Betreiber hohe Anforderungen: "Das ist für uns nichts anderes als Linienverkehr, einschließlich Fahrplan und Beförderungspflicht." Ohne gesicherte Finanzierung zu beginnen, verbiete sich von selbst.
Nach der Schließung des Viva Wentorf steuern viele Disco-Gänger Trittau an. Früher hatten die VHH zum damaligen "New Elephant" bereits einen Disco-Bus angeboten, erläuterte Neuwirth. Nach anhaltenden Problemen mit alkoholisierten Fahrgästen und Vandalismus habe man die Linie eingestellt. "Ohne Begleitpersonal wird es wohl nicht gehen, allein ist jeder Busfahrer überfordert. Außerdem müssen Fahrpreise, Haltepunkte und die gewünschte Taktfrequenz geklärt werden", sagt Neuwirth: Da eine Hin- und eine Rückfahrt kaum reichen würden, brauchen die VHH vermutlich mehr als nur einen Bus plus Personal.
Den Bedarf schätzen Politiker wie die Antragstellerin Ute Becker-Ewe (GAL) und Paul Kleszcz (SPD) hoch ein: "Heute bleibt jungen Bergedorfern entweder der Kiez oder Trittau, hier bei uns gibt es nach der Schließung des Viva Wentorf doch nichts mehr", sagt der 24-jährige Sozialdemokrat.
Über Parteigrenzen hinweg besteht jedoch Einigkeit, dass noch viele Details zu klären sind. Zudem soll mit Stormarner Nachgemeinden und dem Fun-Park-Betreiber über Kooperationsmöglichkeiten gesprochen werden. "Vielleicht fährt ja ein Türsteher mit und warnt Leute, bevor sie zusteigen, dass sie in den Klamotten sowieso nicht rein kommen", überlegt Mathias Zaum (CDU). So lasse sich vermeiden, dass Busnutzer, am Fun-Park abgewiesen werden, nachts allein im Trittauer Gewerbegebiet stehen.

nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008