Ingrid vertellt
Oovt ut den Osten
Freitag, 2. Oktober 2009 04:00
Twintig Johr is de Muur nu al weg. Twintig Johr, dat is een lange Tied. Mien Groot weer acht, de Lütt fiev, as Düütschland wedder tosomenkeem. Langsom, heel langsom as uns Ollen dat oftins vörkümmt. Man för mien Kinner, de jo in Berlin opwussen sünd, weer dat meist, as harr dat nienich een Muur geven.
As se Teenagers weern, föhren se jüst so no Prenzlauer Barg in de Disco as no Charlottenborg. Blots noch düster köönt se sik op de Tied besinnen, as wi öber twee Grenzen müssen, wenn wi no Hamborg wullen. Un dat Koffi un Banonen in'n Oosten man blots knapp to kriegen weeren (jüst so as veel anner Soken), dat weet se blots ut de Geschichtsböker. Se hebbt hier in West-Berlin keenen Mangel kennenlehrt. Wi hebbt sogor in een Huus mit'n lütten Goorn leevt, wonehm se seien un oornten kunnen. Un as de Grenz opgüng, harrn wi Mitleed mit de Lüüd, de in lange Slangen vör de Supermarkten stunnen un köpen, wat se allens nich harrn. Mien Groot is ja nu Veedoktersch worrn un warkt al'n good halv Johr in een Praxis in Brannenborg, eben achter de Grenz no Berlin. Kann'n sik vörstellen, as wöör een ut Bardörp in Reinbek arbeiten. Körtens harr se eenen Hund an'n Tropf un Tied mit dat Frauchen to snacken. De Fro swöög vun ehrn groten Goorn vull mit Oovtbööm un froog mien Groot, wonehm se denn herkeem. "Ich bin aus Berlin, aus Reinickendorf." - "Ach wat, aus'm Westen? Denn bring ich Ihnen mal Äppel un' Birn' mit, die ham sie da ja nich!" Tja, so ännert sik de Tieden!
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