Wochenmarkt
So trotzen die Händler der klirrenden Kälte
Mittwoch, 1. Februar 2012 04:00
Bergedorf (tv). Bei diesen knackig-frostigen Temperaturen müssen wir uns alle wärmer anziehen. Das gilt besonders für die Wochenmarkthändler, die täglich sechs oder mehr Stunden auf dem kalten Platz zubringen.
Manche von ihnen müssen auch ihre Ware vor Minustemperaturen schützen. Fast alle Stände auf dem Wochenmarkt Chrysanderstraße waren gestern mit zeltartigen Planen gegen die Eiseskälte geschützt.
"Wir haben mehrere Propangas-Öfen mitgebracht, damit es hier drinnen über null Grad bleibt", sagen Sabine und Klaus Elberling von der Gärtnerei Elberling. Denn bei Frost gehen ihre Schnittblumen kaputt. "Und wer selbst nicht frieren will, ist auf die Zwiebel-Technik angewiesen: mehrere Schalen Klamotten auf der Haut, möglichst aus Wolle", ergänzt Sabine Elberling. Bei einstelligen Minusgraden bauen die beiden Händler ihren Stand auf, ab zehn Grad minus bleiben sie lieber zu Hause.
"Heute früh war's richtig frisch, jetzt bei Sonnenschein ist es doch schon wieder richtig kuschelig", meint Gemüsehändler Joachim Husen aus Ochsenwerder. Auch er hält seine Ware und seine Kundschaft mit fünf Gasbrennern und Heizbirnen warm: "Frost kann nur der Grünkohl ab."
Fischhändler Andreas Kalinowski dagegen hat gut lachen: "Richtiger Winter ist klasse, da schmilzt mir das Eis nicht weg." Nur die Salate muss er ein wenig abdecken, denn bei Frost gerinnt die Mayonnaise. Fleischhändler Thomas Harzer hätte es gern ein paar Grad wärmer: "Ich kann meine Ware nachts nicht auf dem Wagen lassen. Sonst frieren mir die Rehkeulen und Hühner fest."


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