Neuer Asphalt
Hansa-Gymnasium spart und kämpft für neuen Schulhof
Samstag, 19. November 2011 04:00
- Von Ulf-Peter Busse
Bergedorf. Das Hansa-Gymnasium gehört fraglos zu den schönsten Schulbauten Hamburgs. Schließlich residiert es in einer 1912 bis 1914 errichteten Backstein-Schönheit aus der Ära des legendären Oberbaudirektors Fritz Schumacher.
Und dann noch mitten im Villengebiet. Nur hat das Schmuckstück einen Schönheitsfehler: Beim Blick von der Hermann-Distel-Straße stören eine hässliche Mauer und der asphaltierte Schulhof in 1970er-Jahre-Tristesse.
Doch so weit reicht das ästhetische Empfinden der Schulbehörde nicht. Sie beschränkt sich auf den Erhalt des Gebäudes, hat die Umgestaltung des Schulhofs zur attraktiven Aufenthaltsfläche für die Gymnasiasten buchstäblich nicht auf der Rechnung. Damit sich das ändert, greift die Schule zur Selbsthilfe. Schon seit Monaten wird in Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Ehemaligen gesammelt, um wenigstens die Hälfte der geschätzt 150 000 Euro Baukosten anzusparen. Denn dann, so die Hoffnung, kann selbst die zuständige Behörde das Projekt nicht mehr ablehnen - und gibt den Rest selbst dazu.
Dass auch Schüler und Eltern für den neuen Schulhof kämpfen, zeigt das Ergebnis des Sponsorenlaufs vom September: Insgesamt 18 000 Euro flossen dabei auf das Konto des Vereins der Freunde. Der spendete davon 3500 Euro an die Bergedorfer Tafel, "denn wir sollten bei so viel Geld nicht nur an uns denken" (Kassenwart Kurt Plessner), und stockte mit dem Rest seinen Schulhof-Etat auf jetzt 24 500 Euro auf. Weitere Spenden stehen in Aussicht, zudem ist für 21. April 2012 ein großes Schulhoffest geplant.
Hansa-Direktorin Hildegund Remme und ihr Stellvertreter Tobias Langer sehen darin die Basis, um zusammen mit Mitteln des Schuletats bis zum Frühjahr in die nähe der 75 000 Euro zu kommen. "Wir setzen darauf, dass die Arbeiten im Sommer beginnen", sagt Langer, der die konkreten Planungen bereits von Kunstlehrerin Dörte Harris und einer Schülergruppe hat zeichnen lassen. Zumindest auf deren Flyer, der in der Schule ausliegt, sind Fußball- und Basketball-Plätze, Kletterwand, Amphitheater, Unterstand und die vielen Sitzgelegenheiten schon Realität.


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