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Couragiert, voller Power und jung im Herzen

Lauenburg. Traumjob oder doch eher der Platz auf einem Schleudersitz? Am 30. Januar wählen die Lauenburger ihren neuen Bürgermeister. Noch liegt aber keine Bewerbung für das Amt vor, das Bürgermeister Harald Heuer mit seinem Rücktritt zum 31. März nächsten Jahres frei gemacht hat.
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Bürgermeister Harald Heuer vor der bildhübschen Kulisse der Lauenburger Altstadt. Zum 31. März 2011 legt er sein Amt nieder. Ein Nachfolger muß her. Aber was erwarten die Lauenburger von ihrem künftigen Verwaltungschef?
Foto: Bienwald
Bürgermeister Harald Heuer vor der bildhübschen Kulisse der Lauenburger Altstadt. Zum 31. März 2011 legt er sein Amt nieder. Ein Nachfolger muß her. Aber was erwarten die Lauenburger von ihrem künftigen Verwaltungschef?
„Das ist normal, je eher ein Kandidat sein Interesse offiziell bekundet, desto wahrscheinlicher wird seine Bewerbung öffentlich diskutiert, noch bevor der Wahlkampf beginnt“, sagt Kämmerer Thomas Burmester.
Damit ist zu rechnen, denn die Bürger haben offensichtlich schon jetzt genaue Vorstellungen davon, wer die Geschicke der alten Schifferstadt künftig lenken soll und wer besser die Finger davon lässt. „Wer hier Bürgermeister ist, will doch nur den gut bezahlten Posten. Was anderes erwarte ich gar nicht mehr“, ist sich Werner Groszer sicher. Veronika Kuhnert meint dagegen: „Der neue Bürgermeister kann nur erfolgreich sein, wenn er ein starkes Team um sich versammelt und von Anfang an nicht zulässt, dass ihm selbst die eigenen Leute in den Rücken fallen.“
Sieglinde Wienecke bedauert, dass im Land so wenig Notiz von Lauenburg genommen würde, obwohl die Stadt so viel Potenzial habe. „Ein Bürgermeister darf sich das nicht gefallen lassen. Der muss sich überall mit Courage für die Bürger einsetzen.“ Das sieht Angelika Kropp ähnlich: „Den Tourismus muss der neue Bürgermeister gleich zur Chefsache machen. Das ist Lauenburgs einzige Chance, denn kein Ort im Kreis hat so eine schöne Altstadt.“
Die 17-jährige Nina Biermann hatte gerade mit einer Freundin telefoniert und erfahren, dass diese nach Geesthacht ziehen wird, weil dort mehr los sei. „Darum muss sich ein Bürgermeister kümmern und nicht nur sagen, was alles nicht geht.“ Aber dazu müsse er jung sein – wenigstens im Herzen.
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