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Raiffeisenbanken Lauenburg und Büchen fusionieren

Lauenburg. Aus der Raiffeisenbank Lauenburg-Boizenburg und der Raiffeisenbank Büchen-Hagenow soll schon bald die neue „Raiffeisenbank Herzogtum Lauenburg-Südwestmecklenburg“ werden.
Die Aufsichtsratsvorsitzenden Norbert Brackmann (links) und Dieter Schlottmann unterschreiben die Kooperationsvereinbarung, die Rudolf Grothmann, Guido Bloch, Thomas Göthling und Klaus Hinsch (von links) ausgearbeitet hatten.
Foto: Timo Jann
Die Aufsichtsratsvorsitzenden Norbert Brackmann (links) und Dieter Schlottmann unterschreiben die Kooperationsvereinbarung, die Rudolf Grothmann, Guido Bloch, Thomas Göthling und Klaus Hinsch (von links) ausgearbeitet hatten.
Die neue Bank wäre dann in Norddeutschland unter den Top20 der Raiffeisenbanken. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages haben die Aufsichtsratsvorsitzenden Norbert Brackmann und Dieter Schlottmann jetzt den Grundstein für die Fusion beider Banken gelegt. Ziel: Zum 1. Januar 2011 sollen die Banken verschmelzen.

Zwei starke Partner werden stärker

Anders als bei der Übernahme der durch illegale Geschäfte in Schieflage geratenen Lauenburger Volksbank als „David“ durch die örtliche Raiffeisenbank als „Goliath“ werden diesmal zwei starke Partner fusionieren. Die gemeinsame Bilanzsumme wird voraussichtlich 600 Millionen Euro betragen. Die neue Bank wird 9000 Mitglieder haben, und in 14 Geschäftsstellen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kümmern sich 190 Mitarbeiter um die Geldgeschäfte von 40.000 Kunden. Deren Finanzen betragen eine Milliarde Euro.
Durch die Kooperation bieten sich vor allem in Schwarzenbek und Büchen Synergieeffekte an. In beiden Orten unterhalten jeweils beide noch eigenständigen Raiffeisenbanken Filialen. In Schwarzenbek soll die der Lauenburger Raiffeisenbank (Markt) erhalten bleiben, in Büchen die des künftigen Partners an der Raiffeisenstraße. Mitarbeiter sollen nicht entlassen werden – im Gegenteil, wie die Aufsichtsräte und Vorstände versicherten. „Wir werden uns an einigen Stellen personell sogar noch verstärken, die Beratung soll noch besser werden“, sagte Brackmann bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags.
Dank der Kooperation lässt sich etwa eine Million einsparen, heißt es. Weil ohnehin zwei der vier Vorstände (Rudolf Grothmann, Lauenburg, und Klaus Hinsch, Büchen) demnächst aus Altersgründen ausscheiden, bietet sich eine gemeinsame Doppelspitze mit Thomas Göthling (Lauenburg) und Guido Bloch (Büchen) an. „Wir versprechen uns viele Vorteile“, sagt Brackmann. Im Mai 2011 sollen die Mitglieder beider Banken auf Versammlungen der Fusion zustimmen, die dann rückwirkend zum 1. Januar vollzogen werden soll.
„Wir werden auch künftig vor allem für den Mittelstand in der Region da sein“, berichtet Schlottmann. Er geht davon aus, dass künftig auch die Kreditwünsche von großen Kunden problemlos erfüllt werden können – weil die „Raiffeisenbank Herzogtum Lauenburg-Südwestmecklenburg“ bessere Möglichkeiten haben wird. Brackmann: „Unsere Stärken sind die Kundennähe und die schnellen Entscheidungen.“ Deshalb sollen Lauenburg und Hagenow auch Verwaltungssitze der neuen Bank bleiben.
Was die Entwicklung in den vergangenen Jahren angeht, sind beide Banken für sich deutlich stärker gewachsen als andere vergleichbare Genossenschaftsbanken. „Deshalb wird es jetzt auch eine Fusion auf Augenhöhe durch zwei starke Partner geben“, sagt Brackmann. Der traditionelle Agrarhandel der Raiffeisenbank Büchen mit 20 Millionen Euro Umsatz soll bestehen bleiben.
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