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Helfer hoffen auf jüngere Kollegen

Lauenburg. „Wir wollen das 135-jährige Bestehen unserer Freiwilligen Feuerwehr natürlich mit den Lauenburgern feiern, aber wir machen das nicht ganz uneigennützig“, verriet Wehrführer Thomas Burmester gleich zu Beginn des Tages der offenen Tür einen weiteren Beweggrund:
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Blick aus der Vogelperspektive: Der Korb am „Sky-Lift“ der Lüneburger Wehr kann bis auf 42 Meter ausgefahren werden.
Foto: Bienwald
Blick aus der Vogelperspektive: Der Korb am „Sky-Lift“ der Lüneburger Wehr kann bis auf 42 Meter ausgefahren werden.
„Wir hoffen, bei unseren Mitmachaktionen neue Helfer zu finden, denn zwischen der gut aufgestellten Jugendwehr mit ihren 31 Mitgliedern und unseren 90 erwachsenen Aktiven klafft in der Alterskategorie zwischen 20 und 25 Jahren eine Lücke.“
Schon am Nachmittag hatte der Feuerwehrchef Grund zur Freude: Nach einer der Übungen mit Freiwilligen aus der Zuschauerschar meldeten sich zwei Frauen für den aktiven Dienst an. Sie hatten sich zuvor als „Retter“ und am Steuer eingeklemmtes „Opfer“ an der Bergung aus einem Unfall-Pkw beteiligt.
Dieses Szenario war nur einer der vielen Programmpunkte, das die Feuerwehr ihren im Laufe des Tages gut 1000 Gästen zu bieten hatte. Auch das Löschen eines Feuers wurde demonstriert, der Fuhrpark konnte besichtigt werden, die Versorgungsbetriebe, mit denen die Wehr zum Beispiel bei Gasschäden eng zusammenarbeiten muss, waren mit einem Info-Stand vertreten und um die kleinen Besucher kümmerten sich die Jugendwehr und der Feuerwehrkasper, der die Kleinen spielerisch vor den Gefahren des Feuers warnte.
Eine der Hauptattraktionen war allerdings aus Sicherheitsgründen den aktiven Brandschützern – und unserer Zeitung – vorbehalten: Die Lüneburger Berufsfeuerwehr war mit ihrem „Sky-Lift“ angereist. Der balkonartige Korb des Teleskopfahrzeuges kann bis zu einer Höhe von 42 Metern ausgefahren werden und bot von aus dieser Höhe einen überwältigenden Rundblick über die Elbestadt. An der Finanzierung des eine Million teuren Fahrzeugs hat sich die Wasserstraßenverwaltung des Bundes beteiligt, weil es bei Notfällen im Schiffshebewerk Scharnebeck eingesetzt werden kann.
Aus der Vogelperspektive wirkte die auf 30 Meter ausfahrbare Drehleiter der Lauenburger Wehr winzig. Sie ist neben dem Nachwuchsmangel ein weiteres Sorgenkind von Thomas Burmester: „Die Leiter ist zwar einsatzbereit, aber mit ihren 22 Jahren eben nicht mehr die jüngste.“ Eine Sorge, die Bürgermeister Harald Heuer teilt: „Die technische Ausstattung der Wehr mit ihren vielfältigen Aufgaben ist eine Pflichtaufgabe für die Stadt, die wir auch gerne erfüllen, weil nie überzogene Wünsche geäußert worden sind. Woher wir aber mehr als 500.000 Euro für eine neue Drehleiter nehmen könnten, ist mir noch ein Rätsel.“
  • Wer interessiert ist, kann sich unter Telefon 53292 bei Thomas Burmester melden oder einfach zum nächsten Treffen am Montag, 6. September, um 20 Uhr in das Katastrophenschutzzentrum gehen.
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