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Für alle Einsätze gerüstet

Lauenburg. Einmal Feuerwehrmann sein: Welcher Junge träumt davon nicht. Mit Blaulicht und Martinshorn im schweren Löschfahrzeug ausrücken, um Menschen zu retten und Brände zu löschen.
Max Schönrock in einem Hitzeschutzanzug, Marco Plath im normalen Einsatzanzug mit Atemschutzgerät und Timo Naujoks in einem Chemikalienschutzanzug (von links) zeigen drei der verschiedenen Schutzanzüge die die Lauenburger Feuerwehr hat.
Foto: Timo Jann
Max Schönrock in einem Hitzeschutzanzug, Marco Plath im normalen Einsatzanzug mit Atemschutzgerät und Timo Naujoks in einem Chemikalienschutzanzug (von links) zeigen drei der verschiedenen Schutzanzüge die die Lauenburger Feuerwehr hat.
Beim Mitmachtag zum 135-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Lauenburg haben alle interessierten Lauenburger – und natürlich auch die Lauenburgerinnen – diese Chance. Bedingung: Sie müssen volljährig sein. Für die Kinder gibt es derweil Spiele mit der Jugendfeuerwehr, in der schon Zwölfjährige mitmachen können und die dafür sorgt, dass sich die Nachwuchssorgen der „Großen“ in Grenzen halten..
„Unser Aufgabenspektrum ist enorm vielseitig“, erklärt Feuerwehrchef Thomas Burmester. Längst hat sich die Feuerwehr von der Truppe, die im Frühjahr 1875 ins Leben gerufen wurde, um Brände zu bekämpfen, zum Dienstleistungsunternehmen in allen technischen Fragen gemausert. Nach Verkehrsunfällen werden Unfallopfer mit hydraulischen Rettungsgeräten aus Autowracks befreit, Gefahrstoffdatenbanken gehören um Handwerkszeug der ehrenamtlichen Retter, um auf mögliche Störfälle in Industriebetrieben, Zugunglücke, Schiffshavarien oder Laster-Unfälle vorbereitet zu sein.
„Für die verschiedenen Einsatzaufgaben haben wir auch verschiedene Ausrüstungen“, berichtet Gruppenführer Torben Heuer. Alle Feuerwehrleute sind mit einem persönlichen Schutzanzug samt Sicherheitsstiefeln, Schutzhelm und Handschuhen ausgestattet. „Der Anzug ist aus einem dunkelblauen Spezialstoff, der Hitze vom Körper der Einsatzkräfte fernhält“, sagt Heuer. Dazu kommt dann je nach Bedarf das 20 Kilo schwere Atemschutzgerät, mit dessen Hilfe die Feuerwehrleute etwa 30 Minuten unabhängig von der Außenluft arbeiten können. Etwa in brennenden Wohnungen.
Haben es die Feuerwehrleute mit Gefahrstoffen zu tun, stehen ihnen Chemikalienschutzanzüge zur Verfügung. Darunter tragen sie ebenfalls ein Atemschutzgerät, weil sie der Anzug komplett von der Außenwelt abschirmt. „So ist man vor giftigen Dämpfen geschützt“, sagt Heuer. Wenn es besonders heiß zugeht, etwa wenn Reifen brennen, ist das der Fall, gibt es silberfarbene Anzüge. „Unter diesen Hitzeschutzanzügen ist man noch besser als in den Standardanzügen vor der Wärme eines Feuers geschützt, kann sich also dichter an die Flammen wagen, um sie zu löschen“, berichtet Heuer.
Die verschiedenen Schutzanzüge sind nur ein Teil der Ausrüstung, die die Feuerwehr ihren Gästen am Sonnabend, 28. August, von 11 bis 17 Uhr am Katastrophenschutzzentrum präsentiert. Bis auf die betagte Drehleiter ist der Fuhrpark der Feuerwehr sehr modern. Doch für einen Überblick über Lauenburg befördert ein Teleskopmast der Feuerwehr Lüneburg Besucher in die Höhe.
Für Unterhaltung sorgen die Jugendorchester des Musikzuges Lauenburg-Süd und des Musikzuges aus Möhnsen. Kaspertheater, Hüpfburg, Kuchen, Getränke und Gegrilltes runden das Programm ab.

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