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Entspanntes Warten auf das Hochwasser

Lauenburg. Noch sind es nur grobe Tendenzen der Behörden – doch das aktuelle Hochwasser der Elbe scheint diesmal für Lauenburg glimpflich zu verlaufen: Für Montag ist der Höchststand am Hohnstorfer Pegel mit rund sieben Metern prognostiziert.
Noch haben Enten das Sagen auf der Elbuferpromenade, doch das Hochwasser soll voraussichtlich den beliebten Spazierweg überfluten. Etwa sieben Meter Wasserstand (hellblaue Linie) werden erwartet. Nur die dunkelblauen Kacheln, ganz unten am inoffiziellen Pegel dürften nass werden.
Foto: Bienwald
Noch haben Enten das Sagen auf der Elbuferpromenade, doch das Hochwasser soll voraussichtlich den beliebten Spazierweg überfluten. Etwa sieben Meter Wasserstand (hellblaue Linie) werden erwartet. Nur die dunkelblauen Kacheln, ganz unten am inoffiziellen Pegel dürften nass werden.
Zum Vergleich: Bei der „Jahrhundertflut“ im August 2002 lag der Wasserstand bei 8,70 Metern, bei der Flut im April 2006 waren es 9,12 Meter.
Beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) gehen die Experten zurzeit von einer Abflussmenge der Elbe im mittleren Bereich aus. 800 Kubikmeter pro Sekunde rauschen am Geesthachter Stauwehr elbabwärts. Hier könnten notfalls maximal 3900 Kubikmeter abfließen – und dieser Wert wurde bei den vergangenen Hochwasserlagen auch ausgereizt. „Wenn es im großen Einzugsgebiet der Elbe nicht noch sintflutartige Regenfälle gibt, können wir hier in der Region ganz entspannt bleiben“, sagt Silke Schreier vom WSA in Lauenburg. Dieses Einzugsgebiet befindet sich beispielsweise im Riesengebirge und in der Sächsischen Schweiz.
Am Pegel in Dresden war der Wasserstand innerhalb weniger Tage um fast vier Meter gestiegen. Jetzt fällt er langsam wieder. Doch es dauert eine Woche, ehe das Wasser elbabwärts in Lauenburg ankommt. „Der Regen, der hier bei uns jetzt runter kommt, beeinflusst den Wasserstand der Elbe nicht wirklich“, berichtet Silke Schreier. In Sachsen-Anhalt herrscht zwar Alarmstufe1, doch das hat noch keine großen Auswirkungen auf die Situation. „Da wird die Situation von den Behörden beobachtet, besondere Maßnahmen sind noch nicht nötig“, sagt die WSA-Mitarbeiterin.
In Lauenburg wäre eine besondere Schutzmaßnahme der Aufbau der mobilen Schutzwand an der historischen Palmschleuse. „Der Aufbau muss ab einem Wasserstand von acht Metern vorbereitet werden und bei einem Wasserstand von 8,20 Metern erfolgen“, erklärt Bauamtsleiter Nieberg. „Davon sind wir nach heutigem Stand aber ja weit entfernt“, sagt er. Mitarbeiter des Baubetriebshofes haben schon die Sitzbänke an der Elbuferpromenade eingeräumt – der beliebte Spazierweg wird in den nächsten Tagen überschwemmt.
Für die Schiffer hat das Hochwasser bisher keine negativen Folgen. Ganz im Gegenteil: „Bis zu einem Wasserstand von 7,80 Metern können sie problemlos fahren“, sagt Silke Schreier.
„Wir beobachten die Entwicklung wachsam, sehen die Situation zurzeit aber entspannt“, sagt auch Feuerwehrchef Thomas Burmester. Die erste Alarmstufe wird in Lauenburg bei einer Prognose von 7,60 Metern ausgelöst. „Es sollen aber wohl nur sieben Meter werden“, sagt Burmester: „Notfalls sind wir natürlich schnell einsatzbereit, wenn es höher wird.“

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