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Großbaustelle in der Altstadt

Lauenburg. Frohe Botschaft für alle Freunde des Elbschiffahrtsmuseums, schlechte Nachrichten für die Altstadt-Bewohner: Am Dienstag, 24. August, beginnen Sanierung und Umbau des Gebäudes und des benachbarten Hauses am Kirchplatz 1.
Joachim Kedziora (rechts) muss das Museum für die Sanierung leer räumen. Die Architekten Martina Wulf-Junge (Stadt) und Torsten Sauer (Büro Zill) helfen symbolisch beim Umzug.
Foto: Bienwald
Joachim Kedziora (rechts) muss das Museum für die Sanierung leer räumen. Die Architekten Martina Wulf-Junge (Stadt) und Torsten Sauer (Büro Zill) helfen symbolisch beim Umzug.
Die ehemalige Landessuperintendentur wird in das Museum integriert. Ein Jahr lang übernehmen Bauarbeiter das Kommando in den Häusern, in dieser Zeit kann der Kirchplatz nicht als Parkplatz für etwa 25 Autos genutzt werden. Dort werden Baumaterialien gelagert. Ausweichmöglichkeiten gibt es am Borkeplatz und am Lösch- und Ladeplatz.
Für 2,1 Millionen Euro wird das Gebäude mit neuen Fenstern, einer neuer Heizung und der innen angebrachten Dämmung energietechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Für Behindertengerechtigkeit sorgt ein Lift, der über das Haus am Kirchplatz erreichbar sein und erstmals auch Rollstuhlfahrern den Besuch des Maschinenkellers ermöglichen wird. 87,5 Prozent der Kosten werden aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung gefördert, bei der Stadt verbleibt ein Eigenanteil von 262.500 Euro. „Damit müssen wir auskommen, weil es keinen Nachschlag geben wird. Sollte es zu unvorhersehbaren Sanierungserfordernissen wie der Beseitigung von Schimmel kommen, müssen wir das Geld an anderer Stelle einsparen“, gibt Bauamtsleiter Reinhard Nieberg die Richtung für den Lübecker Architekten Manfred Zill vor. Dessen Büro, das Architekt Torsten Sauer mit der Baubetreuung beauftragt hat, zeichnete bereits für die Neugestaltung des Ruferplatzes verantwortlich.
Während der Bauphase wollen die Stadtwerke den im Museum untergebrachten Transformator für die Stromversorgung der Altstadt erneuern. Ein drei mal drei Meter großes Provisorium wird in dieser Zeit ebenfalls auf dem Kirchplatz aufgestellt.
Für Museumsleiter Joachim Kedziora hat der schwerste Teil der Sanierungsmaßnahme bereits vor Wochen begonnen. Er muss den Umzug der Exponate organisieren: Bis auf den Maschinenkeller soll das Haus leer geräumt werden.
Die stadtgeschichtliche Sammlung wird dauerhaft in der ehemaligen Pestalozzischule gelagert. Nur einzelne Teile sollen für Sonderausstellungen in das Museum zurück kehren. Großvitrinen, wie zum Beispiel das Schleusenmodell, werden vorübergehend in einer angemieteten Halle im Gewerbezentrum untergebracht.
Einzig die schifffahrtsgeschichtliche Sammlung kann auch während der Bauphase der Öffentlichkeit präsentiert werden: „Die Hitzler-Werft hat uns freundlicherweise drei Räume zur Verfügung gestellt, die vom Mitarbeitern der Werft und Helfern der Awo renoviert wurden“, freut sich Kedziora. Bis zum Tag des offenen Denkmals am 12. September will er die Auswahl der Exponate getroffen haben.
Für die Zeit der Fertigstellung des Gesamtkomplexes gibt es derzeit nur eine grobe Planung. Sicher ist nur, dass der „Quadratmetergewinn“ am Kirchplatz für einen Bereich zum Thema Wasserbau und Eisbrecher genutzt werden soll und es auch Raum für Sonder- und Abendveranstaltungen geben wird.
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