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Lkw-Verbot eingefordert

Lauenburg. Jetzt machen die Lauenburger Ernst: Donnerstagabend gaben sie mit der ersten Demonstration gegen den Lastwagenverkehr in der Stadt einen kleinen Vorgeschmack auf das, was sie demnächst organisieren wollen, wenn nicht endlich das längst versprochene Durchfahrverbot für schwere Lastwagen eingerichtet wird.
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Etwa 300 Lauenburger demonstrieren am Donnerstagabend gegen den enormen Schwerlastverkehr, der sich täglich durch den Ort quält. Sie fordern eine Sperrung für schwere Laster.
Foto: Timo Jann
Etwa 300 Lauenburger demonstrieren am Donnerstagabend gegen den enormen Schwerlastverkehr, der sich täglich durch den Ort quält. Sie fordern eine Sperrung für schwere Laster.
Vier Wochen geben sie den Verantwortlichen noch. „Vom Taktieren der Landesstraßenverwaltung haben wir genug. Wir fordern, dass jetzt endlich deutlich gesagt wird, wo welches Schild aufgestellt werden soll, und nicht, dass darum weiterhin unsinnige Geheimnisse gemacht werden“, sagte Heinz Victor vom Bürgeraktionsbündnis (BAB) „Lauenburg reicht`s“. Die Landtagsabgeordneten Olaf Schulze (SPD) und Markus Matthießen (CDU), ebenfalls dabei, werden in Kiel berichten.
Am Bahnhof, wo der Demonstrationszug gegen 17 Uhr gestartet war, hatten sich 300 Bürger versammelt. Auch Schnakenbeker, die ebenfalls unter dem enormen Schwerlastverkehr leiden, und Mecklenburger waren dabei. Entlang der Demonstrationsroute über die Hafenstraße und die Berliner Straße bis zum Heideweg schlossen sich immer mehr Menschen an. Vor allem die, die als Anlieger der beiden Bundesstraßen 5 und 209 massiv betroffen sind. Mehr als 2000 Laster donnern pro Tag an ihren Häusern vorbei. „Ich habe Angst um das Leben meiner Tochter“, sagte Renate Claussen, die mit Malin (11) zur Demo gekommen war. „Es hat schon oft heikle Situationen gegeben, wenn die Laster mit Tempo 70 durch die Stadt rasen“, sagte die Mutter.
Auch Eva und Karl-Heinz Fielhauer vom Glüsinger Weg waren dabei. „Lärm und Gestank machen uns krank“, stand auf ihrem Transparent. Viele Lauenburger hatten sich entsprechend gewappnet und machten den Lasterfahrern, die den Demonstrationszug auf der Gegenspur passierten, damit deutlich, was sie von ihrer Mautflucht über die gebührenfreien Bundesstraßen halten.
Fielhauer: „Schwere Laster gehören auf die Autobahnen, dafür sind die Straßen gebaut worden.“
Monique Hack aus dem Sägemühlenweg hat ebenfalls Angst vor den Lastern. „Die fahren oft bei Rot über Ampeln“, hat sie beobachtet.
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