Feuerwehr
Sechs Kinder aus giftigem Qualm gerettet
Sonntag, 14. März 2010 19:58
- Von Timo Jann
Lauenburg. Nächtlicher Feueralarm am Moorring: Im Keller eines Mehrfamilienhauses brannte am Sonnabend gegen 2.40 Uhr Unrat in einem der Kellerräume. Der Brand konnte schnell gelöscht werden, die Mieter der acht Wohnungen blieben unverletzt.

Foto: Timo Jann
Mit Scheinwerfern taucht die Feuerwehr den Brandherd im Haus am Moorring in ein gespenstisch anmutendes Szenario.
Bewohner hatten im Treppenhaus die Rauchentwicklung bemerkt und die Feuerwehr angefordert. Schnell waren 40 Retter mit sieben Fahrzeugen unter Leitung von Wehrführer Thomas Burmester an der Einsatzstelle. Menschen standen verängstigt an den Fenstern des Mehrfamilienhauses, andere hatten sich bereits ins Freie gerettet.
„Wir haben umgehend die Löscharbeiten aufgenommen und parallel dazu mit einem Lüfter das Treppenhaus vom Rauch befreit, damit für die Bewohner, die in ihren Wohnungen geblieben waren, keine weitere Gefahr mehr bestand“, sagte Burmester. Dann gab es aber eine Schrecksekunde für ihn und seine Kameraden. Burmester: „Eine hochschwangere Frau kam zu uns und sagte, auf dem Balkon ihrer Wohnung seien noch die Kinder.“ Sofort erkundete ein Trupp die Lage – und fand sechs Kinder, darunter zwei Säuglinge. Von den Eltern zwar allein gelassen, aber wohlauf. „Die Eltern wollten mit den Kindern nicht durch das Treppenhaus flüchten“, sagte Burmester. Stattdessen hatten sie die Kinder in Decken gewickelt auf den Balkon gelegt.
Während die Flammen durch einen Trupp, der sich durch Atemgeräte gegen den Rauch geschützt hatte, schnell lokalisiert und mit einem Strahlrohr gelöscht waren, dauerte es mehr als eine Stunde, ehe der verqualmte Keller entraucht war. Vom Brand betroffen war zwar nur der Hausaufgang Moorring Nummer 39, doch der Keller führt auch unter die beiden angrenzenden Häuser rechts und links davon. Dort breitete sich der Qualm trotz der Verbindungstüren ebenfalls aus, sodass mit Hilfe mehrerer Lüfter Frischluft in den Keller geblasen werden musste, um damit den giftigen Rauch ins Freie zu drücken. Die Polizei hat jetzt die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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