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Lauenburg wird sicherer

Lauenburg. Was für ein Erfolg: Die Polizisten in Lauenburg haben es geschafft, die Zahl der Straftaten in der Stadt innerhalb von acht Jahren um ein Drittel zu reduzieren. Von deutlich über 1400 Straftaten ging die Zahl im vergangenen Jahr auf 1063 Straftaten zurück.
Polizeichef Gerd Grundmann stellt Bürgermeister Harald Heuer die Kriminalstatistik für Lauenburg vor. Mit erfreulichen Tendenzen, doch die steigende Zahl der Angriffe auf Beamte der Zentralstation macht Sorgen.
Foto: Timo Jann
Polizeichef Gerd Grundmann stellt Bürgermeister Harald Heuer die Kriminalstatistik für Lauenburg vor. Mit erfreulichen Tendenzen, doch die steigende Zahl der Angriffe auf Beamte der Zentralstation macht Sorgen.
„Damit bin ich sehr zufrieden, wir werden aber weiterhin alles daran setzen, Lauenburg noch sicherer zu machen“, sagt Polizeichef Gerd Grundmann. Er meldete Bürgermeister Harald Heuer am Donnerstag den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Mehr als jede zweite Tat konnte geklärt werden.
„Das freut mich“, erklärte Heuer. Schließlich habe auch die Stadt durch den Einsatz eines Straßensozialarbeiters, einer Sozialpädagogin an der Hasenbergschule sowie mehr Personal für das Jugendzentrum an der Reeperbahn einige Anstrengungen unternommen, um vor allem Jugendliche von einem Sprung auf die schiefe Bahn abzuhalten – oder sie von dort zurückzuholen. Bei der sogenannten Häufigkeitsziffer, anhand der auf 100.000 Menschen hochgerechnet Straftaten bundesweit vergleichbar werden, liegt Lauenburg im Kreis nach Geesthacht mit dem zweiten Platz im „sicheren Bereich“.
Mit 399 Fällen machen Diebstahlsdelikte den Großteil der Straftaten in Lauenburg aus. Darunter 207 Mal einfacher Diebstahl, etwa durch Ladendiebe, aber auch 47 Fahrraddiebstähle und 27 Wohnungseinbrüche weist die Statistik der Polizei für das Stadtgebiet auf. Sorgen bereiten Gerd Grundmann allerdings Angriffe auf Beamte. Das waren 2009 zwar „nur“ elf Fälle – doch die Hemmschwelle sinkt, so Grundmann. „Beleidigung ist dabei das kleinste Übel. Bei den Angriffen auf Kollegen kann einem der Draht aus der Hutschnur springen“, berichtet der Hauptkommissar. Täter sind meistens 17-bis 20-Jährige, die dann meistens betrunken und enthemmt sind.
Mit zivilen Streifen kämpft die Polizei gegen Einbrecher, mit Präventionsmaßnahmen wird in Schulen über die Folgen von kriminellen Handlungen aufgeklärt. „Das alles scheint Wirkung zu zeigen“, sagt Grundmann. So sieht es auch der Bürgermeister. „Es gibt gerade auch im Viertel am Moorring eine deutliche Zufriedenheitszunahme. Die jungen Menschen dort identifizieren sich wieder mit ihrem Wohngebiet“, hat Heuer beobachtet. Der Nachbarschaftstreff hat dazu seiner Einschätzung nach beigetragen. Die Zahl von Sachbeschädigungen in dem Quartier hat abgenommen.
„Diese sinkenden Zahlen dürfen aber nicht dazu führen, dass man das Personal bei der Polizeizentralstation Lauenburg jetzt reduziert“, stellt Heuer eine klare Forderung auf. In Lauenburg gibt es 24 Planstellen, in Büchen sieben. Büchens Polizisten arbeiten nachts mit den Kollegen in Lauenburg zusammen. „Wir kommen gerade so zurecht“, sagt Grundmann, denn Ausfälle durch Krankheiten oder Sondereinsätze müssen intern kompensiert werden.
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