Arbeitskreis Altstadt
Schöne Fassade mit Mängeln
Dienstag, 9. März 2010 16:36
- Von Elke Richel
Lauenburg. Wenn die Sonne so wie am Dienstag scheint, sieht man wieder mehr Spaziergänger durch die Altstadt flanieren. Die liebevoll restaurierten Fassaden können aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es auch in Lauenburgs Vorzeigestadtteil Probleme gibt:

Foto: bd
Drei der vielen Altstadt-Attraktionen auf einem Bild: Links das Künstlerhaus, in der Mitte das Mensing'sche Haus und rechts das Elbschiffahrtsmuseum. Liebevoll restaurierte alte Häuser und das romantische Flair der Altstadt ziehen in jedem Jahr tausende Touristen nach Lauenburg.
Werbeprospekte quellen aus den Briefkästen der vielen leerstehenden Häuser und sind dem Wind ein willkommenes Spielzeug. Und ein Tritt in einen Hundehaufen soll zwar angeblich Glück bringen, aber wer sich eigentlich lieber am historischen Flair erfreuen möchte, kann darauf sicher verzichten.
„Es gibt noch mehr Schwachpunkte hier, die wollen wir nun angehen“, sagt Antje Schubert vom Arbeitskreis Altstadt (AAL), der vor 12 Jahren von Bewohnern der Altstadt gegründet wurde. Seitdem haben die Mitglieder nicht nur den jährlichen „Tag des Denkmals“ organisiert, sondern sich immer dann eingemischt, wenn es um die Belange von Lauenburgs Touristenmagnet geht.
Doch seit zwei Jahren ist es ziemlich ruhig geworden um den „AAL“. Dies soll sich allerdings nun ändern. Die Mitglieder setzen von jetzt an mehr auf Öffentlichkeit. „Wir hoffen auf Lauenburger, die Interesse an der Altstadt haben, die neue Ideen einbringen und einen langen Atem haben, diese auch umzusetzen“, wünscht sich die engagierte Lauenburgerin, von sofort an die Fäden der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zusammenlaufen. Dass sie das dafür nötige Organisationstalent hat, bewies Antje Schubert schon, als sie vor der Sanierung die Kulturarbeit in der Osterwold-Halle gemanagt hat. „Ich kann eben nicht anders, ich muss mich engagieren“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.
Einmal im Monat wird es nun einen Stammtisch geben. „Wir treffen uns jeweils am ersten Montag im Monat ab 20 Uhr im Hotel Möller“, sagt Antje Schubert. Eine lockere Runde soll es werden, in der kreative Ideen geboren und Probleme nicht unter den Teppich gekehrt werden. „Wir werden ab und zu auch der Stadt auf die Füße treten und sie an ihre Pflichten erinnern“, verspricht sie. Die erste Montagsrunde fällt allerdings auf den darauffolgenden Dienstag, weil am 5. April Ostermontag ist.
Einen Wunsch hat Antje Schubert: Es wäre schön, wenn nicht nur Bewohner der Unterstadt, sondern auch Leute aus der Oberstadt zu den Treffen kämen. „Die Teilung der Stadt auch in den Köpfen ist mir schon immer ein Dorn im Auge“, sagt sie.

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Klaas meint:
Das geht nun schon seit Jahrzehnten so und es wird immer abschreckender statt einladender. Auch in den Niederlanden gibt es adequate Städtchen und Orte an denen sich die Schipperstadt an der Elbe gut orientieren könnte, anstatt sich im Kreis zu drehen und weiterhin mit stetigem Blabla zu spökenkiekern.
Was hat der Herr Heuer bloß für unfähige Mitstreiter um sich geschehrt! Auch ohne viel Geldeinsatz können viel Dinge bewegt werden - nur gewusst wie und mit wem das sollte schon klar sein im Stadthaus.