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Nächstes Jahr Barrierefrei

Lauenburg. „Ich habe mit Heinz Pytlik gewettet, dass ich den Umbau des Bahnhofes in meiner Amtzeit nicht mehr erlebe“, gestand Bürgermeister Harald Heuer. Auf die fällige Kiste Rotwein kann sich der Vorsitzende des Seniorenbeirates jetzt schon freuen.
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Oben ein Architektenentwurf; so soll der Bahnhof später aussehen. Unten ist die Zeichnung für den Bahnsteig zu sehen.
Foto: Deutsche Bahn
Oben ein Architektenentwurf; so soll der Bahnhof später aussehen. Unten ist die Zeichnung für den Bahnsteig zu sehen.
Im Beisein der Konzernbeauftragen Ute Plambeck und weiteren Vertretern der Deutschen Bahn und der Stadt präsentierte Projektleiterin Annika Jansen den ehrgeizigen Plan. Fast eine Millionen Euro investiert die Bahn in Lauenburg, und schon im nächsten Monat soll es losgehen.
Die Konzernbeauftragte der Deutsche Bahn AG, Ute Plambeck: „Dieser Bahnhof nahe der Elbe mit der herrlichen Aussicht ist eine echte Perle“
Foto: Richel
Die Konzernbeauftragte der Deutsche Bahn AG, Ute Plambeck: „Dieser Bahnhof nahe der Elbe mit der herrlichen Aussicht ist eine echte Perle“
Lange genug haben besonders die älteren Lauenburger darauf gewartet, dass sie ohne Probleme den Zug besteigen können. Selbst nach dem Einsatz der neuen Triebwagen Anfang des Jahres wurde die Situation nicht besser und der Einstieg für Gehbehinderte oder Reisende mit Kinderwagen nahezu unmöglich. Dies wird sich nun ändern. Ende 2011 soll der Umbau fertig sein. Dann wird es nicht nur erhöhte Bahnsteige geben, sondern auch eine wesentliche optische Verbesserung. „Dieser Bahnhof nahe der Elbe mit der herrlichen Aussicht ist eine echte Perle“, schwärmte Ute Plambeck. Dass dieses Schmuckstück auch eine ordentliche Fassung hat, dafür sorgte schon im vergangenen Jahr Thomas Schöning, der das Bahnhofsgebäude und das Gelände von der Bahn erwarb. Er ließ es sich nicht nehmen, mit Stolz die Veränderungen zu präsentieren, die es seitdem auf dem ehemaligen Schandfleck der Stadt gibt. Nun hofft der Investor auf einen Schub durch die Fahrradtouristen, die ihren „Drahtesel“ nach dem Umbau des Bahnhofes ganz leicht mit dem Zug transportieren können. „Hier ankommen, im Restaurant gut essen, im Gästehaus schlafen und dann entspannt am nächsten Tag weiterfahren“, so seine Vision.
Dass der lange ersehnte Umbau des Bahnhofes nun endlich in greifbare Nähe rückt, ist dem Stationsprogramm Schleswig-Holstein zu verdanken, wie Wiebke Preckwinkel von der Verkehrsservicegesellschaft Schleswig-Holstein berichtete. Ziel sei es, Bahnstationen im Land modern und behindertengerecht zu gestalten. Schon heute ist das Land in dieser Frage deutschlandweit Vorreiter. 60 Prozent aller Bahnsteige im Land sind bereits barrierefrei. Die Mittel dazu werden aus einer Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und der Bahn bereitgestellt. Das Land beteiligt sich mit Mitteln aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.
„Ich muss zugeben, dass ich gedacht habe, Lauenburg ist bei der Bahn auf dem Abstellgleis. Ich habe mich geirrt“, sagte Bürgermeister Heuer. Er hat sogar doppelten Grund zur Freude: Immerhin wird jetzt der Bahnhof herausgeputzt, auf dem er 1964 sein Berufsleben begann.

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