Elbschifffahrtsmuseum
Planung geht in die heiße Phase
Montag, 15. Februar 2010 20:20
- Von Elke Richel
Lauenburg. Für 2,1 Millionen Euro soll das Elbschifffahrtsmuseum modernisiert werden. Erste Entwürfe fanden breite Zustimmung, bereits im Sommer könnten die Arbeiten beginnen.

Foto: Stadt lauenburg
Der Innenhof zwischen dem „Ollen Karkhus“ am Kirchplatz 1 (li.) und dem Elbschifffahrtsmuseum soll überdacht werden.
Insgesamt 45,3 Millionen Euro hatte das Innenministerium landesweit aus dem Konjunkturpaket II vergeben. Kriterium für die Auswahl der Projekte war die Ausstrahlungskraft, die diese in der Region haben. Da auch das Lauenburger Elbschifffahrtsmuseum zu den auserwählten „Leuchtturmprojekten“ des Landes zählt, stehen für die dringend erforderliche Sanierung des Gebäudes nun insgesamt 2,1 Millionen Euro zur Verfügung.
Mit der Planung der energetischen Modernisierung und dem behindertengerechten Ausbau des Hauses wurde das Architekturbüro Zill aus Lübeck beauftragt, das vor einigen Jahren auch die Neugestaltung des Ruferplatzes konzipiert hatte. Die ersten Entwürfe der Architekten begeisterten nicht nur die Mitglieder des Bauausschusses, sondern auch Museumsleiter Jochen Kedziora: „Die Planungen sind umfassender als ich erwartet habe“; freut er sich.
Die neuen Möglichkeiten für das Museum ergeben sich vor allem daraus, dass das benachbarte „Olle Karkhus“ am Kirchplatz 1 komplett in die Überlegungen der Architekten einbezogen wurde. Der Innenhof zwischen den beiden Häusern soll überdacht werden. Darunter sind Kellerräume vorgesehen, in die ein behindertengerechter Fahrstuhl gebaut wird, so dass auch Rollstuhlfahrer ungehindert in alle Ausstellungsräume fahren können. Entsprechende Sanitärräume im Erdgeschoss reduzieren dort zwar etwas die Ausstellungsfläche, dieser Verlust wird aber durch den Zugewinn anderer Flächen weitgehend aufgehoben. So sehen es die Planungen vor.
Die erste Hürde haben die Vorstellungen der Lübecker Architekten im Bauausschuss bereits genommen. „Bis zum Ende des Monats müssen die Planungsunterlagen nun dem Innenministerium zur baufachtechnischen Prüfung vorgelegt werden“, so Bauamtsleiter Reinhard Nieberg zur weiteren Verfahrensweise. Auch das letzte Wort der unteren Denkmalschutzbehörde stehe noch aus. „Aber wir haben unsere Planungsüberlegungen mit den zuständigen Denkmalpflegern in den letzen Monaten intensiv diskutiert und abgestimmt. Das sollte klar gehen“, ist Nieberg optimistisch.
Bei aller Freude über die gelungene Planung, ein Wermutstropfen hat die Sache für Museumschef Kedziora: „Es geht leider nicht anders, wir müssen das Museum während der Baumaßnahmen schließen. Das wird etwa ein Jahr dauern.“
Richtig losgehen könnte es im Sommer dieses Jahres, vorausgesetzt, die Unterschriften aller Entscheidungsträger sind dann auf den Unterlagen, so Nieberg. Kedziora hofft, die Touristensaison 2010 noch voll mitnehmen zu können. Was ihn besonders freut: „Die Stadt bezieht mich von Anfang an in alle Planungen ein. Wenn alles glatt geht, können wir Ende des Jahres 2011 das Elbschifffahrtmuseum wieder eröffnen“, so seine Hoffnung.
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