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„Kaiser“ überwintert in Bleckede

Lauenburg. Seit 39 Jahren ist der 109 Jahre alte Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ auf der Oberelbe im Einsatz – und seit 38 Jahren hatte er seinen Winterliegeplatz im Lauenburger Hafen.
Für die Überführungsfahrt nach Bleckede wird der Kessel des Raddampfers „Kaiser Wilhelm“ noch einmal angeheizt.
Foto: tja
Für die Überführungsfahrt nach Bleckede wird der Kessel des Raddampfers „Kaiser Wilhelm“ noch einmal angeheizt.
Bis zum Bau der Marina auf der Slipanlage der ehemaligen Werft Schipper & Goern, danach neben der Schiffbauhalle der Hitzler-Werft. Den wollte das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in diesem Jahr nicht mehr genehmigen – wegen der Kollisionsgefahr mit bis zu 112 Meter langen Schiffen, die die neue Schleuse nutzen können und wegen einer fehlenden Wendemöglichkeit nach dem Be- oder Entladen am Lösch- und Ladeplatz Horster Damm den Weg zur Elbe im Rückwärtsgang bewältigen müssen.
„Wir haben in enger Abstimmung mit dem WSA sämtliche Alternativen durchgespielt und keine Lösung gefunden“, bedauert der sichtlich betrübte Einsatzleiter Dr. Ernst Schmidt, „aber die besondere Bauart eines Raddampfers, seine Manövriereigenschaften, die Eignung eines Liegeplatzes bei Hoch- und Niedrigwasser und die Erreichbarkeit in Notfällen und für Sicherheitskontrollen an Bord lassen uns keine andere Wahl.“ Seine Entscheidung: Lauenburgs Flaggschiff wird diesen Winter im Hafen von Bleckede verbringen. Für die Überführungsfahrt will die ehrenamtliche Besatzung keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen, sondern den Kessel noch einmal anheizen: „Wir werden unter Dampf fahren“, kündigt Dr. Schmidt an.
Die Hoffnung, dass für den Winter 2010/2011 eine „Lösung Lauenburg“ gefunden wird, hat er aber noch nicht aufgegeben: „Auch wenn das Negative in unserem Heimathafen derzeit überwiegt, es wird weitere Überlegungen geben. Die Suche nach einem Winterliegeplatz geht weiter.“
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