23.07.09

Ausflugstipp

Besuch im Archäologischen Zentrum Hitzacker

Hitzacker. Auch, wenn die Schulbücher jetzt "eingemottet" sind und selbst, wenn Geschichte nicht unbedingt zu den Lieblingsfächern gehört, könnte ein Familienausflug in das Archäologische Zentrum Hitzacker zu einem besonderen Ferien-Erlebnis werden.

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Foto: Richel

An der Lehmwand darf gematscht werden. Besonders im Sommer ein tolles Vergnügen.

Foto: Richel

Die großen Langhäuser aus der Bronzezeit zeugen von der Kunstfertigkeit der Baumeister.

Wo kann man schließlich so hautnah erfahren, wie unsere Vorfahren jagten, kochten, wie sie ihre Häuser bauten und Ackerbau betrieben.

In Deutschlands erstem bronzezeitlichen Freiluftmuseum ist "Anfassen" ausdrücklich erwünscht. Wie man Feuer aus dem Stein schlägt, wird nach dem Besuch kein Geheimnis mehr sein und auch, wie die Menschen aus der Bronzezeit Getreide gemahlen haben, kann selbst ausprobiert werden. Wer ist denn bisher schon mal mit einem "Einbaum" gefahren? Im Freilichtmuseum kann jeder testen, ob er das nötige Geschick dafür hat. In der Apotheke unserer Vorfahren, dem Heilkräutergarten, erfahren die Besucher außerdem, gegen welches Zipperlein ein Kraut gewachsen ist. Wer es aktiver mag, kann sich im Flechtwerklabyrinth auf die Suche nach Vergangenheit und Zukunft begeben oder auf der Bogenschießbahn in die Rolle des Jägers und Versorgers der Familie schlüpfen.

Für die Ferien hat das Museumsteam besondere Veranstaltungen für die ganze Familie organisiert: Morgen und übermorgen gibt es jeweils ab 10 Uhr auf dem Gelände ein großes Handwerkerfest. Kinder, Eltern oder Oma und Opa können selbst ausprobieren, wie schwere Baumstämme transportiert, diese ohne Säge zerteilt wurden und wie mit bronzezeitlichen Werkzeugen gearbeitet wurde. Und weil die ganze Schufterei Hunger macht, wird anschließend gemeinsam im traditionellen Lehmkuppelofen gebacken.

Längst hat sich das Archäologische Zentrum in Hitzacker für viele Familien aus ganz Norddeutschland zum festen Ausflugsziel entwickelt. Dabei bewegen sich die Besucher dort auf historischem Boden. Im Jahre 1969 wurden Erdarbeiten am Ufer der Jeetzel vorgenommen. Niemand konnte ahnen, auf welche Überraschungen man sich da zubaggerte, bis die ersten Keramikscherben zutage traten. Sie erlaubten keine Zweifel: Vor Tausenden von Jahren hatten hier bereits Menschen gelebt. Die ersten archäologischen Ausgrabungen bestätigten die Vermutungen. Inzwischen sind hier drei bronzezeitliche Langhäuser entstanden, deren Rekonstruktionen auf den Ergebnissen der Ausgrabung beruhen und die heute anschaulich zeigen, dass Geschichte doch Spaß machen kann.

Die Einrichtung hat Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3,50 Euro und für Kinder 2 Euro. Eine Familienkarte kostet 9 Euro.

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