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„Leuchtturm“ strahlt bis nach Kiel

Lauenburg. Vor fast einem Monat machte die Nachricht in der Stadt schnell die Runde: Für die Sanierung des Elbschiffahrtsmuseum fließen aus dem Konjunkturpaket II 2,1 Millionen Euro nach Lauenburg.
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Von außen ist der Investitionsstau im Elbschiffahrtsmuseum kaum zu sehen. Das Haus in der Elbstraße 59 wurde im Jahr 1773 erbaut.
Foto: Richel
Von außen ist der Investitionsstau im Elbschiffahrtsmuseum kaum zu sehen. Das Haus in der Elbstraße 59 wurde im Jahr 1773 erbaut.
Als sogenanntes „Leuchtturm-Projekt“ bescheinigten die Entscheidungsträger in Kiel der Einrichtung außerdem eine „Ausstrahlungskraft über die Region hinaus“.
Inzwischen ist einige Zeit vergangen und die Verwaltung hat mit spitzem Bleistift gerechnet, welche der dringend erforderlichen Instandsetzungsarbeiten ins Budget und die Förderrichtlichtlinien passen. Das Ergebnis dieser Überlegungen ließ sich nun der Ortsverein der SPD vor Ort präsentieren. Zunächst aber musste Bauamtsleiter Reinhard Nieberg die für Lauenburger Verhältnisse fast unglaubliche Fördersumme ein wenig korrigieren: „In den 2,1 Millionen Euro ist unser Eigenanteil enthalten und der beträgt 12,5 Prozent, also 262.500 Euro“, rechnete er vor. Dabei könne man fast von Glück sprechen, dass Lauenburg als finanzschwache Gemeinde gilt, denn ansonsten läge der Eigenanteil doppelt so hoch. SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Dittmer versprach die Zustimmung seiner Partei zu dieser Position, was Amtsleiter Nieberg aufmerksam registrierte. Immerhin sei auch Eile geboten, denn bis zum Jahr 2011 müssten die Fördermittel nicht nur verbaut, sondern auch abgerechnet sein.
Zum Glück müssen die Planer der umfassenden Baumaßnahme nicht bei Punkt Null beginnen. In einem Gutachten aus dem Jahr 1990 sind viele der notwendigen Arbeiten bereits aufgelistet. Allerdings: Es gehöre zu den Förderrichtlichtlinien, dass überwiegend energetische Maßnahmen, also Wärmedämmungen, neue Fenster oder Heizungssysteme gefördert werden. Das Wort „überwiegend“ räume aber einen gewissen Spielraum ein, so Nieberg.
Beim anschließenden Rundgang durchs Haus überzeugten sich die SPd_Mitglieder davon, wie groß der Sanierungsbedarf in dem historischen Gebäude wirklich ist: Nicht nur, dass sie über morsche Treppenstufen in durchfeuchtete Abstellräume balancierten – vom Dachstuhl aus konnten sie durch mehrere Löcher die Spaziergänger auf der Elbstraße beobachten.
Eine Frage blieb an diesem Abend allerdings offen: Soll das Museum während der Bauarbeiten schließen oder nicht? Während Museumsleiter Joachim Kedziora sich eindeutig gegen eine mehrmonatige Schließung aussprach, plädierte Bauplaner Reinhard Nieberg dafür. „Das entscheiden wir durch Armdrücken“, schlug der gewichtige Amtsleiter augenzwinkernd vor.
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