Lauenburg

Bürgerbündnis macht mobil für beide Ortsumgehungen

42 Millionen euro Reicht das Geld für Lauenburger Projekte?

Lauenburg.  Mit Spannung hatten Heinz Victor und seine Mitstreiter die Veröffentlichung des neuen Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) erwartet. Schließlich hatte das Land gleich zwei Lauenburger Projekte dafür angemeldet: Zum einen die nördliche Ortsumgehung und zum anderen die innerörtliche Verlegung der B 209 aus der Hafenstraße durch das Industriegebiet. Wie berichtet schafften es beide Vorhaben in die Kategorie „vordringlicher Bedarf“ des Verkehrsplanes. Für die Ortsumgehung sind Kosten in Höhe von 25,3 Millionen Euro veranschlagt, für die innerörtliche Verlegung der B 209 insgesamt 17 Millionen Euro.

„Dafür haben wir fünf Jahre lang gearbeitet“, freut sich Victor. Doch er macht sich keine Illusionen. Immerhin müssen die im BVWP verankerten Projekte noch den Kabinettsbeschluss im Sommer überstehen. Die BAB-Akteure wollen deshalb einen Tipp des Lauenburger Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann (CDU) befolgen. „Er hat uns geraten, positive Stimmen aus der Bevölkerung zu sammeln und diese an das Bundesverkehrsmisisterium weiterzuleiten.“

Für Victor und die anderen BAB-Akteure bedeutet das, die Lauenburger wieder mit ins Boot zu nehmen. So wie vor vor sechs Jahren, als sich das Land auf Druck der Bürger gezwungen sah, die B 5 zwischen Geesthacht und Lauenburg bis auf Ausnahmen für schwere Lastwagen zu sperren. „Wichtig ist außerdem, dass jetzt Baurecht für die Ostumgehung geschaffen wird. Immerhin gibt es ja schon einen Bauplan, in dem die künftige Trassenführung innerhalb der Stadtgrenzen Berücksichtigung findet“, sagt Victor und hofft, dass so auf ein „zeitraubendes Planfeststellungsverfahren“ verzichtet werden könne.

Auch Bürgermeister Andreas Thiede freut sich, dass die beiden Lauenburger Projekte tatsächlich Aufnahme in den neuen BVWP fanden. Er dämpft jedoch zu große Hoffnungen auf eine schnelle Umsetzung der Vorhaben. „Es ist noch ein langer Weg, bevor wir überhaupt an einen Baubeginn denken können“, sagt er. Auf der anderen Seite sei man jetzt aber ein gutes Stück weiter. „Das haben wir vor allem Norbert Brackmann zu verdanken“, lobt der Verwaltungschef den „großen Einsatz“ des Lauenburger Bundestagsabgeordneten.