Beuthener Strasse

Tag der offenen Tür im Modulhaus für Flüchtlinge

Lauenburg.  Nachbarn waren neugierig, Fachleute und mögliche Kunden wollten sich informieren: Am ersten Tag der offenen Tür im Modulhaus für Flüchtlinge konnte sich Daniel Schilloks über mangelndes Interesse nicht beklagen. Der Zimmermeister hat das Holzhaus nach Plänen von Architektin Kirsten Meissner entwickelt und gebaut. Ein Konzept, das überzeugte: Schilloks gewann damit eine Ausschreibung des Landes.

„Vertreter des Amtes Hohe Elbgeest und der Samtgemeinde Scharnebeck waren hier. Sie haben großes Interesse“, erzählt Daniel Schilloks. Einer von ihnen ist der Baubiologe Uwe Drewelosky. „Ich halte gar nichts davon, dass man die Häuser heute viel zu dicht baut und dann mit automatischer Lüftung versieht“, sagte der Krüzener. Schilloks Holzhaus sei einfach, aber von guter Qualität. Mit 1500 Euro sind die Baukosten gering. Die Lüftung geschieht durch Einbauten in den Fenstern, die Holzwände aus Steckelementen sind zwar dünn, aber sehr gut gedämmt. Damit eignen sich die Häuser auch für eine längere Nachnutzung: Werden sie nicht mehr für Flüchtlinge gebraucht, können sie anderweitig vermietet werden.

Zwei syrische Familien sollen schon bald in das Haus einziehen. Dahinter entsteht ein zweites. „Auch in Heppenheim soll eins als Flüchtlingsunterkunft aufgestellt werden“, freut sich Schilloks. Heute lädt er noch einmal zum Tag der offenen Tür: 9 bis 17 Uhr an der Beuthener Straße 26.