Wiederaufbauhilfe 100.000 Euro: Reparatur für den Rufer-Platz

Beulen im Pflaster, verbogene Handläufe an den Treppen: Die Hochwasserschäden auf dem Rufer-Platz sollen in diesem Jahr repariert werden.

Foto: Karin Lohmeier / BGZ

Beulen im Pflaster, verbogene Handläufe an den Treppen: Die Hochwasserschäden auf dem Rufer-Platz sollen in diesem Jahr repariert werden.

Lauenburg. Die Stadt hat 100 000 Euro aus dem Fluthilfefonds des Bundes beantragt – 60 000 Euro sind bereits bewilligt.

Lauenburg..  Zweieinhalb Jahre nach dem Elbe-Hochwasser von 2013 sind noch längst nicht alle Schäden an der öffentlichen Infrastruktur repariert. Das Wasser beschädigte damals Kanäle, zog Versorgungsleitungen in Mitleidenschaft, der Untergrund von Straßen und Plätzen weichte auf. Und auf Straßen und Plätzen gab es Versackungen, weil sie von schweren Einsatzfahrzeugen genutzt wurden.

Auch der Rufer-Platz ist betroffen – für ihn hofft die Stadt auf 100 000 Euro Wiederaufbauhilfe aus dem Fluthilfefonds der Bundesreigerung. Jetzt ist zumindest eine Zusage für 60 000 Euro da. „Es ist noch nicht alles baufachtechnisch geprüft“, erklärt Bauamtsleiter Reinhard Nieberg.

Auf der Treppe zum Fähranleger hat es Versackungen und Beulen gegeben, das Pflaster muss neu verlegt werden. Zudem wurden Handläufe durch die schweren Sandsäcke beschädigt. Auch der versenkbare Anschluss für Strom, der für Veranstaltungen genutzt werden kann, muss erneuert werden. „Und zwar so, dass er bei künftigen Hochwassern nicht wieder kaputt geht. Da wird es eine andere Lösung geben“, sagt Nieberg.

2003 war der Platz neu gestaltet worden

2004 war der Rufer-Platz neu gestaltet worden – alle Reparaturmaßnahmen sollen sich in das Konzept einfügen, so der Amtsleiter. In Auftrag gegeben werden die Arbeiten allerdings erst, wenn die komplette Summe von 100 000 Euro bewilligt ist. Bis Ende des Jahres muss die Maßnahme abgeschlossen sein.

Insgesamt hofft Lauenburg auf 26 Millionen Euro Wiederaufbauhilfe für die öffentliche Infrastruktur. Bis Mitte 2015 mussten alle Anträge auf Wiederaufbauhilfe eingereicht sein. 30 waren es aus Lauenburg, davon sind zwölf mittlerweile positiv beschieden – mit einem Finanzvolumen von gut 2 Millionen Euro. Bis Mitte 2016 will das Land alle Maßnahmen geprüft haben.

Repariert wurde bereits das Pflaster auf dem Schlossplatz und auf dem Schüsselteichplatz, wo während des Hochwassers Einsatzleitung und Fahrzeuge stationiert waren. Gut 900 000 Euro werden am Sportplatz am Hasenberg verbaut. Auf dem Naturrasenplatz landete am 12. Juni der Hubschrauber mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) – jetzt wird er durch einen Kunstrasenplatz ersetzt. Für die Sanierung der Buckelpiste Sandberg gibt es 405 000 Euro aus der Wiederaufbauhilfe – die Arbeiten sollen im April beginnen.

Der größte Posten Wiederaufbauhilfe steht noch aus

Der größte Posten für Lauenburg steht jedoch noch aus: Bis zu 11 Millionen Euro wird die Reparatur der Regen- und Schmutzwasserkanäle in der Altstadt sowie der Trinkwasser-, Gas- und Stromleitungen kosten. Der Umfang der Arbeiten hängt davon ab, ob Lauenburg wirksamen Hochwasserschutz bekommt oder nicht – die Pläne sollen entsprechend angepasst werden, wenn eine Entscheidung gefallen ist.

Saniert werden müssen auch noch die Straßen im Industriegebiet, deren Untergrund beim Hochwasser aufgeweicht worden war. Auch die Außenanlagen am Altstadtkiosk sowie an der Osterwold-Halle sollen erneuert, die Halle zudem eine hochwassergesicherte Stromversorgung bekommen.