Wanderausstellung „Pathologikon“ zeigt den menschlichen Körper

Lauenburg.  Als Gunther von Hagen begann, in seiner Ausstellung „Körperwelten“ plastinierte Leichen zu zeigen, war vielerorts die Empörung groß. Kritiker sprachen von einer würdelosen Zurschaustellung und Entweihung der Toten. Doch viele Besucher waren auch neugierig: Sie wollten hautnah erleben, wie ein Mensch von innen aussieht. Das können die Lauenburger am kommenden Wochenende – und zwar ohne den etwas sensationslüsternen Schauder. Dann gastiert die Wanderausstellung „Das Pathologikon“ im Mosaik-Zentrum (Raiffeisenweg 1a).

„Wir wollen zeigen, wie genial und zerbrechlich der menschliche Körper und das Leben sind“, sagt Hilmer Korf, der mit der Ausstellung zurzeit in Norddeutschland unterwegs ist. Verwendet werden dazu Exponate aus Kunststoff. „Das Pathologikon“ zeigt an lebensgroßen Modellen Körperbau, Muskeln, Knochen, Nerven und Organe. Unter dem Motto „Anatomie zum Begreifen“ sind einige Exponate zum Tasten und Montieren ausgelegt. Modelle von Raucherlunge und Leberzirrhose zeigen, was Nikotin- und Alkoholmissbrauch im Körper anrichten können. „Dadurch sollen die Besucher ermuntert werden, mit der eigenen Gesundheit und der anderer Menschen umsichtiger umzugehen“, sagt Hilmer Korf. Auch das Interesse an medizinischen Berufen will er mit der Ausstellung wecken. Der Dresdener hat „Das Pathologikum“ erst im November 2015 von einem Berliner übernommen, der in Rente ging.

In Lauenburg ist die Ausstellung am Sonnabend und Sonntag, 13. und 14. Februar, jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 12 Euro, für Kinder 10 Euro. Mit den Flyern, die überall in Lauenburg ausgelegt und an Haushalte verteilt wurden, gibt es Ermäßigung.