Lauenburg Stadt hat noch immer große finanzielle Altlasten

Kassenbericht 10 Millionen Euro haben sich aufsummiert – ein Großteil aus der Zeit vor der Konsolidierung

Lauenburg.  Es war viel Arbeit – erstmals hat die Stadt ihr gesamtes Vermögen aufgelistet. Bereits 2010 erfolgte die Eröffnungsbilanz, seitdem sind alle Straßen, Plätze, Grundstücke, Waren, Betriebsstoffe, Rücklagen, Gebühreneinnahmen und mehr ermittelt worden. Dem gegenüber stehen die Verbindlichkeiten Lauenburgs: Kredite, Kosten für Personal und vieles andere. Das Ergebnis wurde jetzt im Hauptausschuss verabschiedet. „Wir haben im Jahresabschluss für 2010 einen Fehlbetrag von 243 688 Euro“, so Stadtkämmerer Thomas Burmester. Das Minus sei zwar nicht befriedigend. Doch immerhin fiel es nicht so hoch aus wie erwartet. Ursprünglich war die Verwaltung von einem Fehlbetrag von einer Million Euro ausgegangen.

Die Bilanz für 2010 war die erste – und hat viel Personalkapazität in der Verwaltung gebunden. „Wir mussten ja unter anderem jeden Schlauch der Feuerwehr, jeden Stuhl in den Schulen inventarisieren“, sagt Burmester. Ganz so viel Arbeit werden die nächsten Bilanzen nicht mehr machen, denn nun sind Soll und Haben weitgehend aufgelistet. In der ersten Jahreshälfte sollen die Bilanzen für 2011 bis 2014 vorliegen.

Dass Lauenburg trotz Konsolidierung noch hohe Fehlbeträge vor sich herschiebt, zeigt der monatliche Kassenbericht, den Burmester im Ausschuss ebenfalls vorstellte. 10 Millionen Euro haben sich von 2002 an aufsummiert – aus Haushaltsjahren, in denen die Einnahmen nicht die Ausgaben deckten. Erst ab 2012 griff die Konsolidierung, mit der langfristig ein ausgeglichener Haushalt angestrebt wird.