Flüchtlinge

Mit den „G-Breakern“ erste Schritte in ein neues Leben wagen

Mittendrin beim Training der „G-Breaker“: 15 jugendliche Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan.

Foto: Elke Richel / BGZ

Mittendrin beim Training der „G-Breaker“: 15 jugendliche Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan.

Lauenburg. Velit und Ömer Kilic kamen vor 13 Jahren nach Deutschland. Heute trainieren sie Jugendlichen aus Syrien und Afghanistan in Breakdance.

Für Velit (24) und Ömer Kilic (22) von der Lauenburger Breakdance-Gruppe G-Breaker sind Workshops mit Jugendlichen nichts Neues. Regelmäßig zeigen sie Anfängern die ersten Moves zu coolen Hip-Hop-Klängen und geben ihnen auf den Weg: Nur mit Fleiß und Ausdauer erreicht man etwas beim Tanzen – und im Leben überhaupt.

Von Anfang an mittendrin

Doch der Übungsnachmittag mit 15 jugendlichen Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan war auch für die Stammgruppe der G-Breaker etwas Besonderes. „Am Anfang hatten viele Flüchtlingskinder ernste und verschlossene Gesichter. Aber nachdem wir eine kurze Show gegeben hatten und sie mitmachen durften, strahlten sie über das ganze Gesicht“, erzählt Velit Kilic.

Öffentlicher Auftritt mit den „G-Breakern“ geplant

Noch zwei weitere Übungsnachmittage hat der Manager der G-Breaker für die 14- bis 18-Jährigen angesetzt, dann sollten diese reif für ihren ersten öffentlichen Auftritt sein. Velit hat sich dafür im Kalender schon einmal Sonnabend, 23. Januar, angestrichen. Die neuen Freunde der G-Breaker leben mit ihren Familien in Lauenburg oder in der Erstaufnahmeeinrichtung in Horst. „Wir holen sie mit dem Auto ab und bringen sie wieder zurück“, sagt Velit Kilic. Schließlich dürfe das Training, das die G-Breaker übrigens ehrenamtlich leiten, nicht an fehlenden Fahrgelegenheiten scheitern.

Mit Fleiß und Ausdauer vieles möglich

Hat er schon neue Talente unter den Flüchtlingskindern ausmachen können? Darauf komme es überhaupt nicht an. „Mein Bruder und ich sind ja das beste Beispiel, dass man mit Fleiß und Ausdauer etwas erreichen kann. Wir sind ja vor 13 Jahren selbst als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen“, sagt Velit Kilic. Und vielleicht sei doch jemand dabei, der bei den G-Breakern die ersten Schritte zu einem neuen Hobby lerne.