Lauenburg Nicht überall kann ein Haken dran

Rückschau 2015 war für Lauenburg ein Jahr von Erfolgen und Rückschlägen

Lauenburg.  Die Pläne für Lauenburg waren ehrgeizig, wie ein Blick in die Agenda vor einem Jahr zeigt. Heute muss man allerdings sagen: Hinter wichtige Projekte kann in diesem Jahr ein Haken gemacht werden, doch ein großer Teil blieb 2015 auch unerledigt.

Die Fertigstellung des Neubautraktes der Albinus-Gemeinschaftsschule ist ein Projekt, auf das die Stadt wirklich stolz sein kann: Planmäßig zum Schuljahresbeginn wurden acht neue, zeitgemäß ausgestattete Schulräume und eine komplett neue Mensa eingeweiht. Insgesamt sechs Millionen Euro ließ sich die Stadt den Neubau kosten.

Im neuen Ärztehaus an der Alten Wache eröffnete am Ende des vergangen Jahres endlich auch die Apotheke. Nicht gelungen ist es bisher, die Praxisräume für einen Orthopäden zu vermieten. Die ärztliche Zulassungskommission bewilligt für Lauenburg nur eine halbe Stelle – unattraktiv für potenzielle Bewerber.

Der Neubautrakt des Pflegeheims Askanierhaus an der Reeperbahn wurde mit Verspätung, aber noch 2015 fertiggestellt. Das Unternehmen Semmelhack investierte insgesamt 3,2 Millionen Euro in 43 moderne Einzelzimmer und neue Funktionsräume.

Der erste Lauenburger Kunstrasenplatz am Glüsinger Weg wurde planmäßig für den laufenden Spielbetrieb der Saison 2015 an die Lauenburger Kicker übergeben.

Die Bauarbeiten für die Marktgalerie stehen dagegen erneut auf der Agenda für 2016. Auch die Arbeiten für das geplante Wohngebiet am westlichen Ortseingang hätten 2015 eigentlich beginnen sollen. „Das hatten wir wohl zu optimistisch gesehen“, sagt Bürgermeister Andreas Thiede heute, betont aber, dass die Nachfrage nach den Wohnbauflächen groß sei.

Weiter auf Eis liegt auch der geplante Edeka-Neubau auf dem Gelände der heutigen Post. Denkmalschützer hatten den schlichten Zweckbau im vergangenen Jahr als erhaltenswert eingestuft. Ein Problem ist auch immer noch der Mietvertrag mit der Post, der in das Jahr 2018 reicht.

Die Entscheidung über das Nutzungskonzept für das Schlossgebäude hätte auch im vergangenen Jahr fallen sollen. Politik und Bürgerinitiative hatten sich geeinigt, auf einen Bürgerentscheid zu verzichten. Dieser hätte unter Umständen einen Verkauf ausgeschlossen. Auch eine Entscheidung darüber, ob die Stadtverwaltung in das Gebäude der Kreissparkasse ziehen wird, wurde im vergangenen Jahr nicht getroffen. Immerhin kündigte Bürgermeister Andreas Thiede kürzlich an, dass die Kreissparkasse in diesem Jahr mit den Bauarbeiten für den Neubau an der B 5 beginnen werde.