Stadtentwicklung Optimismus: 2016 soll in Lauenburg der Knoten platzen

Lauenburgs Pläne für 2016: Die Arbeiten für Marktgalerie, Luxus-Hotel und Askanier-Wohnpark sollen beginnen.

Foto: Elke Richel / BGZ

Lauenburgs Pläne für 2016: Die Arbeiten für Marktgalerie, Luxus-Hotel und Askanier-Wohnpark sollen beginnen.

Lauenburg. Wird 2016 für Lauenburg endlich den Durchbruch bringen? Die Erwartungen der Bürger sind hoch...

Schließlich spricht Bürgermeister Andreas Thiede seit Jahren davon, dass sich Lauenburg zu einer lebenswerten Stadt entwickeln wird: mit einer attraktiven Innenstadt, Gewerbeansiedlungen und einer wachsender Bevölkerungszahl. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Vorhaben dieses Jahres.

1. Marktgalerie/Markthalle am Lütten Markt

Nach einigen Verzögerungen sollten die Bauarbeiten für das zehn Millionen Euro teure Objekt im Herbst 2015 beginnen. Doch es gab Probleme, unter anderem mit einem Eigentümer, der sich bisher weigert, einem Abriss seines Gebäudes zuzustimmen, das dem Neubau weichen soll. Eine Lösung sei gefunden, sagt der Bürgermeister. In Kürze sollen die Abrissbagger für die alte Passage rollen und die Bauarbeiten für den Neubau spätestens im Sommer 2016 beginnen.

2. Hotel der Luxusklasse am Fürstengarten

Als im Sommer 2015 der chinesische Investor Chen die Segel strich, schienen sich zunächst auch die Hoffnungen auf des Lauenburger Prestigeobjekt zu zerschlagen. Doch inzwischen sind, bis auf eines, die Wohnhäuser am Fürstengarten abgerissen. Im Frühjahr soll der Bebauungsplan beschlossen werden. Im Sommer könnten die Bauarbeiten beginnen, sagt der Bürgermeister. Geplant ist ein Hotel mit 134 Zimmern, zwei Restaurants und einem Wellnessbereich.

3. Aldi-Neubau an der Hamburger Straße

Der Discounter hat an der Alten Wache eine Übergangsfiliale eingerichtet. Am alten Standort an der Hamburger Straße gehen die Arbeiten gut voran. Wenn das Wetter mitspielt, soll der neue Aldi-Markt mit erweiterter Verkaufsfläche noch vor Ostern eröffnet werden.

4. Kunstrasenplatz am Hasenberg

Lauenburgs Kicker können sich freuen: Nachdem 2015 der Platz am Glüsinger Weg eingeweiht werden konnte, entsteht am Hasenberg nun ein weiterer Kunstrasenplatz für insgesamt 900 00 Euro. Glück für die Stadt: Weil der alte Platz während des Hochwassers 2013 durch Hubschrauber stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, wird die neue Fläche komplett aus dem Wiederaufbauhilfeprogramm finanziert.

5. Hochwasserschutz für die Lauenburger Altstadt

Eigentlich war die Sache klar: Fachleute und Bürger hatten in einem vom Land finanzierten Verfahren eine technische Lösung für den Hochwasserschutz entwickelt. Doch Kiel bestand auf zusätzliche Bodenuntersuchungen: Der von der Stadt Lauenburg favorisierten Variante einer im Elbegrund verankerten Spundwand stehen die Experten der Landesregierung skeptisch gegenüber. Noch im ersten Quartal dieses Jahres soll in einer Einwohnerversammlung über das Ergebnis der Bodenproben und der Umsetzung des Hochwasserschutz berichtet.

6. Askanier-Wohnpark an der Hamburger Straße

Bereits im Jahre 2012 präsentierte der Lauenburger Unternehmer Rainer Staneck seine Pläne: An der Hamburger Straße, auf dem Gelände der ehemaligen City-Passage, sollen für rund 14 Millionen Euro 81 barrierefreie Wohnungen entstehen. Ende 2014 sollten bereits die ersten Mieter einzeihen. Doch haben die Arbeiten noch nicht einmal begonnen. . Staneck sprang als Investor ab, ein neuer soll in den Startlöchern stehen. Der Bau soll noch im Jahr 2016
beginnen. Die Baugenehmigung ist bereits erteilt.

7. Gewerbegebiet Juliusburger Landstraße

Für das 200 000 Quadratmeter große Areal hatte der Bürgermeister in der Vergangenheit besonders in China geworben. Im vergangenen Jahr hat die Firma Endomedical hier ihr Domizil bezogen. Weitere Firmenansiedlungen soll es noch in diesem Jahr geben. Bürgermeister Andreas Thiede will auch die Hoffnung auf China nicht aufgeben. „Entsprechende Gespräche laufen weiter“, versichert er.