Gute Auslastung

Erfolgreiches Jahr für Lauenburgs Jugendherbergen

Gabriele Seidel, Leiterin der beiden Lauenburger Jugendherbergen, zieht eine erfolgreiche Bilanz des Jahres 2015.

Foto: Karin Lohmeier / BGZ

Gabriele Seidel, Leiterin der beiden Lauenburger Jugendherbergen, zieht eine erfolgreiche Bilanz des Jahres 2015.

Lauenburg. Die Jugendherbergen am Sportplatz und in der ehemaligen Zündholzfabrik verzeichneten 2015 zusammen 28 500 Übernachtungen.

Lauenburg.  Nur eine kurze Verschnaufpause haben sich Gabriele Seidel, Leiterin der Lauenburger Jugendherbergen, und ihr Team über die Feiertage gegönnt. „Am Sportplatz wird noch die Technik in den Duschen umgebaut. Dort ist noch etwas länger geschlossen. Aber in der Zündholzfabrik haben wir in dieser Woche schon wieder die ersten Gäste“, sagt Gabriele Seidel. Die Herbergsmutter blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück. „Wir haben wieder eine gute Auslastung erzielt“, sagt die 57-Jährige.

16 800 Übernachtungen verzeichnete sie im vergangenen Jahr in der Jugendherberge am Sportplatz, in der Zündholzfabrik waren es 11 700. Insgesamt also 28 500 – das entspreche in etwa den Zahlen des Vorjahres, so Seidel. Besonders Familien und Einzelgäste – unter ihnen viele Radfahrer – fühlen sich in der komfortablen Herberge Zündholzfabrik wohl. Sie buchen hier etwa 40 Prozent der Übernachtungen. Aber auch für Wellness-Seminare und Tagungen wird die ehemalige Zündholzfabrik, die die Friedrich-Naumann-Stiftung einst zur Bildungsstätte ausbaute, gern gebucht. „Das macht ebenfalls etwa 40 Prozent der übernachtungen aus“, sagt Gabriele Seidel.

Das richtige Ambiente für eine Auszeit

Ob Wandern, Massage oder Yoga, die Lage an der Elbe und die 36 Zwei-Bett-Zimmer (ab 44,20 Euro) schaffen das richtige Ambiente für Menschen, die eine Auszeit suchen. Auch die hauseigene Sauna kann von den Gästen genutzt werden. Seminare, unter anderem von der Studienstiftung des Deutschen Volkes, und Chorfreizeiten füllen das Haus. Gabriele Seidel: „Sogar im Dezember waren wir jedes Wochenende belegt“.

Immer häufiger kommen auch große Familien aus allen Teilen Deutschlands oder aus dem Ausland in der Lauenburger Jugendherberge zusammen. „Das ist ein neuer Trend. Zum Teil betreiben die Familien Namens- und Ahnenforschung, manchmal treffen sie sich einfach nur so“, erzählt die Herbergsmutter.

Die Jugendherberge am Sportplatz bietet 122 Betten, vorwiegend in Vier- und Sechs-Bett-Zimmern (ab 22,90 Euro) . Allein 7500 Gäste kommen jährlich mit der Austauschorganisation Youth for Understanding hierher. Die Jugendlichen nutzen Lauenburg als Basis, um vor ihrem Aufenthalt in deutschen Gastfamilien Land und Leute kennenzulernen. Schulklassen machen am Sportplatz 30 Prozent der Belegung, Familien 12 Prozent aus. „Wir arbeiten für dieses Haus mit verschiedenen Anbietern für Erlebnispädagogik zusammen“, erklärt Gabriele Seidel.

Seit 1982 Herbergsmutter in Lauenburg

1982 kam sie nach einem Studium der Hauswirtschaft und Ernährungslehre nach Lauenburg, um die Jugendherberge am Sportplatz zu übernehmen. „Es war meine erste Stelle“, erzählt sie. Und offenbar hat sie ihr gefallen. Ihr Sohn und ihre Tochter, heute 33 und 30 Jahre alt, sind quasi in der Jugendherberge aufgewachsen. „Das sind richtige Herbergskinder, sie helfen auch heute noch ab und zu mit, obwohl sie eigene Berufe haben“, sagt Gabriele Seidel. 2006 kam die Zündholzfabrik dazu – die „Top-Herberge mit Hotelflair“, wie ein Gast im Bewertungsportal Tripadvisor schreibt.

Gut 30 Beschäftigte gehören zum Team von Gabriele Seidel. Und sie werden auch 2016 genug zu tun haben, ist sich die Chefin sicher: „Für die nächsten Monate haben wir schon viele Reservierungen.“ Überlegungen, Flüchtlinge in der Herberge am Sportplatz unterzubringen, seien vorerst vom Tisch, so Seidel.