Hotel im Fürstengarten
4,5 Sterne müssen es schon sein
Mittwoch, 28. März 2012 16:30
- Von Detlef Bienwald
Lauenburg. Die ortsansässigen Hoteliers haben keine Angst vor der Konkurrenz durch das geplante Hotel im Fürstengarten. Sie erwarten eine Belebung der Wirtschaft - und davon würden auch ihre eigenen Betriebe profitieren.
Der geplante Neubau eines Hotels mit 120 Betten und einem großen Wellnessbereich im Fürstengarten schreckt die ortsansässige Hotellerie nicht. „Wir sehen das als Bereicherung des Angebots und hoffen in der Folge auf eine Belebung der wirtschaftlichen Infrastruktur im Bereich der Innenstadt“, berichtet Sönke Ellerbrock vom „Alten Schifferhaus“ (30 Zimmer) von einem Gespräch mit seinen Kollegen.
Bernd Tofelde vom Hotel „Zum Halbmond“ (10 Zimmer, eine Ferienwohnung) sieht mögliche Synergieeffekte, für die aber der Bereich rund um den Fürstengarten attraktiver gestaltet werden müsste. Walter Weber-Niemann von der „Lauenburger Mühle“ (34 Zimmer) kann das „Hurra-Geschrei der Politik“, dass endlich einmal jemand Geld in Lauenburg investieren wolle, nachvollziehen und hält eine Belebung der Restaurant-Szene für vorstellbar. Und Thomas Timm vom Hotel „Bellevue“ (12 Zimmer) ist sicher, dass ein großes Hotel keinem Gast die Atmosphäre eines familiengeführten Betriebes bieten kann.
Der vorsichtige Optimismus der Hoteliers ist aber eng mit einer Aussage von Bürgermeister Andreas Thiede im Vorfeld der Zukunftskonferenz verbunden, in der Hotelplaner Gerd Prantner das Vorhaben vorstellte. Dort habe Thiede zugesagt, dass sich der (noch nicht bekannte) Investor im 4,5-Sterne-Sektor bewegen werde. „Das ist auch das Mindeste“, fordern die ortsansässigen Hoteliers, die zwischen zwei und 3,5 Sternen eingestuft sind, Bestandsschutz für ihre Häuser.
„Sheraton Lauenburg, Hilton Lauenburg oder Steigenberger Lauenburg wären eine Bereicherung für die Stadt und geeignet, den Hotelstandort Lauenburg weltweit zu bewerben“, ist Ellerbrock überzeugt: „Und bei Zimmerpreisen um 160 Euro hätten wir nichts zu befürchten.“ Sollte sich Prantner allerdings für einen Investor wie Best Western entscheiden, würde es Probleme geben: „In dem Moment, wo sich das neue Hotel auf unserem Preisniveau bewegt, wird es gefährlich.“
Ähnliche Gefahr sehen die vier Hoteliers auch bei „Winter-Kampfpreisen“, um die erforderliche Bettenauslastung von durchschnittlich 50 bis 60 Prozent im Jahr zu gewährleisten. „Steigenberger Rügen bietet zum Beispiel in der schwachen Jahreszeit vier Übernachtungen mit Halbpension für 154 Euro an“, hat Ellerbrock recherchiert und sagt auch im Namen seiner Kollegen: „Da werden wir nicht mithalten können, auch wenn wir Kleinen individuellen Charme durch die Lage, persönliche Betreuung und Veranstaltungen bieten können.“
Eine gewisse Skepsis bleibt also, bis konkrete Pläne vorliegen. Walter Weber-Niemann hat daraus die Konsequenz gezogen: „Für das neue Hotel ist zwar noch kein Strich gezeichnet worden. Den Plan, mein Bettenkontingent durch einen Anbau aufzustocken, habe ich aber dennoch erst einmal auf Eis gelegt. Ich werde die weitere Entwicklung abwarten.“



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Elsie meint:
DAS WÄRE DAS BESTE WAS LAUENBURG PASSIEREN KANN..........
Till Lauenburg meint:
Ehemaliger Lauenburger meint: