Nachwuchstalent
Ein Klavier und Jazzmusik – das ist alles, was Bela braucht
Dienstag, 21. Februar 2012 20:39
Lauenburg. Hochtalentiert und mit einem sympathischen Selbstbewusstsein ausgestattet; stellte sich der 17-Jährige Bela Meinberg mit seinem ersten Solokonzert als Jazz-Pianist in der Heinrich-Osterwold-Halle vor.

Foto: Dürkop
Jazz-Pianist Bela Meinberg (17) spielte in der Heinrich-Osterwold-Halle sein Bewerbungsprogramm für das Studium an der Musikhochschule.
„Er ist uns im vergangenen Jahr bei der ersten Veranstaltung ‚da capo talento’
aufgefallen, wir sind ins Gespräch gekommen und haben ihn zu einem
Solokonzert eingeladen“, erzählt Bernhard Sdun. Er nennt die von ihm zur
Förderung junger Talente initiierte „da capo“-Veranstaltung „Blüte des
Künstlerhauses“.
Kinder und Jugendliche aus den Musikschulen Ratzeburg und Lüneburg haben, dank
der Kooperation zwischen Künstlerhaus und dem Leiter der Kreismusikschule
Ratzeburg, Peter Seibert, ein Forum gefunden, in dem sie ohne Leistungsdruck
ihr Talent vorstellen können.
Leistungsdruck oder übertriebener Ehrgeiz sind für Bela Meinberg, der aus
Lüneburg stammt und jetzt in Bargteheide wohnt, dank der umsichtigen Führung
durch seinen Vater, ebenfalls Jazz-Musiker und Dozent an der Musikhochschule
Hannover, kein Thema: „Wir leben in gegenseitigem Respekt miteinander und
achten die Wünsche und Bedürfnisse jedes einzelnen Familienmitglieds“, sagt
Bernd Meinberg.
Er geriet auch nicht in Panik, als ihm sein Sohn trotz guter Noten erklärte,
dass er mit dem Realschulabschluss das Gymnasium verlassen wird. Dank seines
herausragenden Talents wird ihm das Abitur als Voraussetzung für einen
Studienplatz an der Musikhochschule erlassen, allerdings muss er die
Aufnahmeprüfung im Juli absolvieren.
Seine ersten Berufspläne, Drummer zu werden, legte Bela mit zehn Jahren in die
Spielzeugkiste. Ständiger Begleiter wurde das Klavier, in seiner
musikalischen Familie immer präsent. Partys, Disco, Rauchen oder Alkohol
haben in seinem Leben keinen Platz – nicht, weil er ein Langweiler ist,
sondern weil ihm die Musik so viel Spaß macht, dass er einfach nichts
anderes benötigt. „Ich kann durch den Jazz meinen Gefühlen Ausdruck
verleihen und habe die Möglichkeit, mich mit rhythmischen Improvisationen
auszuleben“, sagt er mit leidenschaftlicher Begeisterung in Stimme und
Blick.
Bei den gut 60 Zuhörern sprang der Funke seiner Musikbegeisterung durch sein
hervorragendes Spiel schnell über. Sie belohnten ihn mit großem Beifall.
Offensichtlich ist Bela Meinberg auf dem richtigen Weg, denn er weiß trotz
seiner gerade mal 17 Lebensjahre schon ganz genau, wie seine Zukunft
aussehen wird. „Ich will auf die Bühnen dieser Welt und ordentlich Klavier
spielen“, sagt er.du
Bergedorfer Zeitung Online
Artikelkommentare abonnieren
Kommentar abgeben
Noch kein Kommentar abgegeben

Abo
Printarchiv
Leserbrief
Kontakt
Gastro-Tipps
Preisvergleich
Leserreisen
Versicherungscheck
Energievergleich
Immobiliensuche










