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Mewa investiert 25 Millionen Euro

Lauenburg. Der Mewa-Textilservice investiert weiter am Standort Lauenburg. Die neue Halle für Berufsbekleidung soll 2014 in Betrieb genommen werden. Für den Neubau sollen an der Hermann-Gebauer-Straße zwei alte Hallen abgerissen werden.
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In den riesigen Waschmaschinen des Mewa-Textilservice werden im Monat etwa 280.000 Teile Berufskleidung gewaschen. Ein Service, den viele Firmen nutzen.
Foto: Timo Jann
In den riesigen Waschmaschinen des Mewa-Textilservice werden im Monat etwa 280.000 Teile Berufskleidung gewaschen. Ein Service, den viele Firmen nutzen.
Der Mewa-Textilservice macht sein Versprechen wahr und investiert weiter am Standort Lauenburg: 2014 soll eine 25 Millionen Euro teure neue Halle für den Bereich der Berufsbekleidung in Betrieb genommen werden. Platz wird durch den Abriss von alten Hallen geschaffen. „Wir haben in einer logistischen Meisterleistung die Technik aus den Hallen geräumt, so dass der Betrieb, unbemerkt von unseren Kunden, die ganze Zeit über uneingeschränkt weitergehen kann“, sagt Siegmar Becker, der kaufmännische Geschäftsführer der Mewa in Lauenburg.
Das Unternehmen setzt seinen Modernisierungskurs in Lauenburg damit fort. Erst im Sommer 2011 konnte nach zweijähriger Bauzeit ein 15 Millionen Euro teurer Neubau für den Part der Putztücher in Betrieb genommen werden. Der Mewa-Textilservice beschäftigt in Lauenburg 313 Mitarbeiter und ist einer der größten Arbeitgeber in der Region. Die Reinigung und die Logistik von Berufsbekleidung und Putztüchern sind die beiden Standbeine. Nachdem der Bereich der Putztücher modernisiert wurde, soll nun auch der zweite Teil den modernen Ansprüchen angepasst werden. Zu den großen Kunden gehören unter anderem Niederegger Marzipan, Rügenwalder Wurst und die Schwartauer Marmeladen-Werke.
Zwischen der Zufahrt zum Mewa-Gelände, der Hermann-Gebauer-Straße, und der Straße an der Palmschleuse sollen zwei alte Hallen abgerissen werden. Bisher gab es in diesen Hallen den Betriebszweig der Berufsbekleidung, der aktuell 9500 Kunden versorgt. „An derselben Stelle werden wir dann die neue Halle errichten“, sagt Ulrich Schmidt, technischer Geschäftsführer der Mewa in der Zentrale in Wiesbaden. Weil die Technik, von der Waschmaschine über Trockner bis zu Bügelanlagen und Näharbeitsplätzen, noch gut ist, wurden die Geräte in einem Kraftakt umgesetzt. Schmidt: „Wir nutzen jetzt einen freien Teil der neuen Putztuch-Halle und andere Räume, in denen bisher der Versand der Putztücher erfolgte, um die Berufsbekleidung zu reinigen.“
Geplant ist, dass die Kapazitäten mit der neuen Halle verdoppelt werden. „Unser Ziel ist, 150.000 Menschen mit Berufsbekleidung zu versorgen“, sagt Schmidt. Kapazitäten sieht er in der Region ausreichend. Mewa-Kunden erhalten durch den Textilservice ihre Wunschkleidung sowohl für den Arbeits- wie auch den Business-Bereich. Einheitliche Farben und aufgenähte Logos sind Standard. Alle Kleidungsstücke sind mit Strichcodes versehen und können so individuell den Trägern zugeordnet werden. Regelmäßig werden die Hosen, „Blaumänner“, Blusen, Jackets und Jacken bei den Kunden abgeholt und dann bei Mewa gewaschen, gebügelt, getrocknet, bei Bedarf repariert und verpackt.
„Noch werden viele Arbeitsgänge halbautomatisch erledigt, künftig geht viel mehr vollautomatisch“, sagt Schmidt. Dennoch soll es sukzessive neue Arbeitsplätze geben. Schon heute werden 280.000 Kleidungsstücke pro Monat bearbeitet.
Künftig sollen die Näherinnen in Lauenburg ergonomische Arbeitsplätze erhalten, die das Unternehmen gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft entwickelt hatte und die sogar von der Europäischen Union ausgezeichnet wurden.
„Wenn unser zweiter Bauabschnitt steht, werden wir auf Jahre gut aufgestellt sein“, sagt Becker. Durch den Bedarf von weniger Wasser und Waschmittel soll künftig auch die Umwelt geschont werden.
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