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Bahn investiert Millionen in Stellwerk

Lauenburg. Das Stellwerk wird technisch aufgerüstet. Nachdem Unbekannte im August 2010 Feuer gelegt und die Technik des Stellwerks zerstört hatten, will die Bahn nun Millionen investieren. Das Lauenburger Stellwerks soll künftig vom Elektronischen Stellwerk Lübeck ferngesteuert werden.
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Das vor eineinhalb Jahren ausgebrannte Stellwerk in Lauenburgs Bahnhof soll neu ausgestattet werden...
Foto: Jann
Das vor eineinhalb Jahren ausgebrannte Stellwerk in Lauenburgs Bahnhof soll neu ausgestattet werden...
Es war die Nacht zum 18. August 2010, als im Stellwerk im Lauenburger Bahnhof Flammen loderten. Unbekannte hatten Feuer gelegt. Der Brand zerstörte die technische Ausstattung des Stellwerks. Erst konnten tagelang keine Züge auf der Strecke zwischen Lüneburg und Lübeck fahren, dann waren über Monate „Büps“ (Bahnübergangssicherungsposten) im Einsatz, weil die Bahnübergänge nicht elektronisch gesteuert werden konnten.
Jetzt will die Bahn technisch aufrüsten und das Stellwerk auf den neusten Stand bringen. „Wir investieren Millionen“, kündigt Egbert Meyer-Lovis an, Sprecher der Deutschen Bahn in Hamburg. In dem völlig ausgebrannten und bisher nur notdürftig gesicherten Stellwerk am Lauenburger Bahnhof war bis zum Brand die Technik zusammengefasst, mit der auf der Strecke die Weichen, Signale und Schranken geregelt werden konnten. „Wir mussten nach dem Feuer zunächst intern klären, wie wir die Technik neu ausrichten“, begründet Meyer-Lovis die lange Zeit des Stillstands.
Mittlerweile ist klar, dass die Steuerung des Lauenburger Stellwerks künftig vom Elektronischen Stellwerk Lübeck aus übernommen wird. Dazu müssen zahlreiche Kabel entlang der Bahnstrecke verlegt werden. „Die Fahrdienstleiter in Büchen und Lüneburg werden künftig die Schranken an den Bahnübergängen zwischen Dalldorf und Adendorf steuern“, erklärt Meyer-Lovis. Alle anderen Bahnsysteme werden von Lübeck aus koordiniert. „Stellwerktechnik ist speziell, die hat man nicht auf der Halde liegen, sodass es nun etwas dauert, ehe alle Bauteile da sind“, sagt der Bahnsprecher. Siemens soll die Anlagen im Auftrag der Bahn installieren. Nach bisherigem Stand der Planungen soll es durch die Arbeiten nicht zu Behinderungen im Bahnverkehr kommen. Zum 1. März soll der Betrieb aufgenommen werden.
Das Stellwerk ist derzeit nicht die einzige Baustelle der Bahn in Lauenburg. Nach der mittlerweile abgeschlossenen Sanierung des Bahnhofs steht die Sanierung der Elbbrücke an. Das Bauwerk soll verstärkt werden. „Das Vorhaben wird aber noch dauern“, so Meyer-Lovis. Wie berichtet, ist die Brückenkonstruktion nicht mehr ausreichend tragfähig. Wenn ein schwerer Güterzug die Elbe zwischen Lauenburg und Hohnstorf queren will, muss die Ampel für die Autos und Lastwagen auf beiden Seiten auf Rot geschaltet werden. Verkehr auf der Straße und auf dem Gleis wäre eine zu starke Beanspruchung des Bauwerks.
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