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Kleinste Galerie Europas

Lauenburg. Das Brücken-Wäge-Haus beherbergt auf einer Grundfläche von nicht einmal vier Quadratmetern die wohl kleinste Galerie Europas. In der Kindergalerie des Künstlerhauses werden Kinderkunstwerke ausgestellt.
Die jungen Künstlerinnen Sandra Böhme, Sofia Krasemann und Martje Krajewski (von links) aus dem Kinderatelier freuen sich, dass ihre Bilder im Wäge-Häuschen gezeigt werden.
Foto: bz
Die jungen Künstlerinnen Sandra Böhme, Sofia Krasemann und Martje Krajewski (von links) aus dem Kinderatelier freuen sich, dass ihre Bilder im Wäge-Häuschen gezeigt werden.
Die wahrscheinlich kleinste Galerie Europas steht in der Lauenburger Altstadt. 1,87 mal zwei Meter misst die Grundfläche des Brücken-Wäge-Häuschens an der Bahnhofstraße, für das die Mädchen und Jungen jetzt aus dem „Kinderatelier“ des Künstlerhauses einen neuen Verwendungszweck gefunden haben: Sie stellen dort ihre Bilder aus, die an den gemeinsamen Wochenenden entstanden sind. Auf einem beleuchteten Drehgestell können 30 Werke gleichzeitig gezeigt werden. „In das Häuschen können wir keine Besucher lassen, aber die Trottoir-Galerie ist 24 Stunden geöffnet“, freut sich Atelier-Betreuer Bernhard Sdun über die Neuerung.
Das Wiegehäuschen wurde 1914 von Maurermeister Basedow erbaut und hatte die Funktion einer so genannten Fuhrmanns-Waage. Man fuhr mit leerem Kohlenwagen über die vor dem Häuschen liegende Waage. Zurück vom Lösch- und Ladeplatz wurde der volle Wagen gewogen, um das tatsächliche Gewicht der Kohlen zu ermitteln. Betreut wurde das Wiegehäuschen vom vereidigten Ortswäger Karl Bobzien, der gegenüber Kolonialwaren verkaufte und im Mai und Juni 1945 von den Engländern als Bürgermeister eingesetzt wurde. Die Waage war noch bis in die 70er-Jahre in Betrieb, bis die Raiffeisenbank im Industriegebiet eine leistungsfähigere Waage baute. 1984 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.
„Vielleicht reichen die Maße der wahrscheinlich kleinsten Galerie Europas ja für einen Eintrag in das Guinessbuch der Rekorde“, hoffen Sdun und die Kinder, die sich für ihre Aktivitäten im Künstlerhaus, in der „Ateliergondel“ und in der Hamburger Kunsthalle weitere Mitstreiter wünschen.
Informationen über Termine und Teilnahmegebühren erhalten interessierte Eltern per mail unter bernhard.sdun@web.de oder unter Telefon (04139) 66 95.
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