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Bürgermeister vor der Rathaustür angegriffen

Boizenburg. Der offenbar psychisch gestörte Matthias S. hat gemeinsam mit seiner Mutter den Bürgermeister Jäschke direkt vor der Rathaustür attackiert. Hintergrund ist der seit fast drei Jahren schwelende Kleinkrieg zwischen Jäschke und seinem ehemaligen Herausforderer.
„Hier ist der Überfall passiert“, zeigt Harald Jäschke an der Rathaustür. Bis zur Wahl zum Boizenburger Bürgermeister im Jahre 1998 war er Sozialamtsleiter in Lauenburg.
Foto: bienwald
„Hier ist der Überfall passiert“, zeigt Harald Jäschke an der Rathaustür. Bis zur Wahl zum Boizenburger Bürgermeister im Jahre 1998 war er Sozialamtsleiter in Lauenburg.
„Am Ende war ich froh, dass die Frau kein Messer dabei hatte“, sagt Boizenburgs Bürgermeister Harald Jäschke (55) nach einer Prügelattacke vor der Tür seines Rathauses am Markt. Sie war bisheriger Höhepunkt eines seit 2009 andauernden erbitterten Kleinkrieges zwischen ihm und dem 39-jährigen Boizenburger Matthias S., der bei der Bürgermeisterwahl im Jahre 2007 gegen ihn kandidiert hatte, mit knapp zwei Prozent der Stimmen aber kläglich gescheitert war.
2009 hatten Jäschke und mehrere andere Geschädigte Strafanzeige wegen Beleidigung gegen Matthias S. gestellt. Weil er dem Bürgermeister unter anderem „gemeinsame Sache mit Waffenhändlern“ und „Unterstützung häuslicher Gewalt“ unterstellt hatte, verurteilte ihn das Amtsgericht zu 120 Tagessätzen. In der Revisionsverhandlung hob das Landgericht dieses Urteil auf und erklärte Matthias S. aufgrund erheblicher psychischer Probleme für „nicht schuldfähig“.
„Das hat er als Freispruch gefeiert“, berichtet Jäschke, für den der Kleinkrieg mit dem Tatverdächtigen danach erst richtig begann: „Mehrfach hat er mich in der Öffentlichkeit beleidigt, das Hausverbot im Rathaus missachtet und mich mit gebrauchten Papiertaschentüchern beworfen“, erzählt er. Die Situation eskalierte, als der Bürgermeister vor wenigen Tagen das Rathaus gegen Mittag verlassen wollte, um etwas zu erledigen. Vor der Tür traf er zufällig auf Matthias S., der mit den Worten „Komm, komm“ seine in der Nähe stehende Mutter Edelgard (64) rief, den Verwaltungschef an den Armen packte und ihn ins Rathaus-Foyer zurückdrängte, wo die Frau mehrfach mit den Fäusten auf ihn einschlug und auch traf. Jäschke blieb unverletzt, konnte sich befreien und um Hilfe rufen. Die Sofortfahndung der alarmierten Polizei blieb erfolglos, allerdings hatte Jäschke seine Kontrahenten eindeutig erkannt.
Matthias S. ist inzwischen in eine geschlossene psychiatrische Klinik in Schwerin eingewiesen worden. Er habe versucht, sich eine Schusswaffe zu besorgen, teilte ein Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust gestern mit. Bei einer Hausdurchsuchung seines zur Zwangsversteigung anstehenden Wohnhauses an der Birkenstraße seien zwar keine Waffen gefunden worden, doch konnten die Beamten Beweismaterial sichern.
Harald Jäschke ist über die neueste Entwicklung erleichtert: „Ich will doch nur, dass er meine Mitarbeiter und mich in Zukunft in Ruhe lässt.“ Die Boizenburger Stadtvertretung hat inzwischen an die Mecklenburger Landesregierung appelliert, alle Möglichkeiten des Rechtsstaates gegenüber schuldunfähigen Rechtsbrechern auszuschöpfen.
7 Kommentare
Sven 199 meint:
Ich kenne die Sippe. Die sind einfach krank im Kopf. Wurde auch Zeit das der Typ in die Klappse gekommen ist und hoffe das er da auch für immer bleib und die Mutter hoffentlich auch bald!!!!
Rudolf meint:
Also Edelgard scheint zweifelsohne von weit hergereist zu sein. Eventuell aus Niedersachsen? Würde auch einen Migrationshintergrund in Richtung Hamburg nicht ausschließen....ich weiß nicht ob ich über diese Kommentare lachen oder weinen soll :-)
Hummel meint:
Hmm..mal schauen..Matthias und Edelgard..das müssen diese Kriminellen mit Migrationshintergrund sein, von denen man in den Kommentaren so viel liest. Bayern?

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