Spenden
Volle Kraft voraus für das Elbschifffahrtsmuseum
Freitag, 30. Dezember 2011 16:53
Lauenburg. Das Elbschiffahrtsmuseum benötigt dringend Spenden, damit die Stadt ihren Eigenanteil von 500.000 Euro zu den Fördermitteln beisteuern kann. Museumsleiter Joachim Kedziora stellt sich auf anstrengende ein anstrengende Fundraisingzeit ein. Bis das Musumskonzept umgesetzt ist, wird es wohl noch gut eineinhalb Jahre dauern.

Foto: Dürkop
Jörg Sönkensen und Dodo Mayer-Gevert vom Arbeitskreis Altstadt Lauenburg (2. und 3. von links) übergeben den Erlös vom Punschverkauf an Wilhelm Bischof (links) vom Förderverein und Museumsleiter Joachim Kedziora.
Die Freude war groß, als der Beirat der Aktivregionen vor einem Monat die
Fördermittel für die Inneneinrichtung des Elbschifffahrtsmuseums in Höhe von
rund 590.000 Euro freigab. Jetzt geht es allerdings darum, dass die Stadt
den Eigenanteil von rund 500.000 Euro zusammenbekommt.
Keine leichte Aufgabe, denn bisher haben sich im Spendentopf lediglich 2000
Euro angesammelt. „Wir freuen uns über jede Spende. Auch mit keinen
Schritten kommt man vorwärts“, sagt Museumsleiter Joachim Kedziora.
„Das Elbschifffahrtsmuseum ist eine Bereicherung für die ganze Stadt“, betont
Jörg Sönkensen vom Arbeitskreis Altstadt (Aal). Deshalb dachten sich die
Mitglieder etwas aus: Während des Kunsthandwerkermarktes am ersten Advent
verkauften sie Punsch, um den Erlös daraus dem Museum zu spenden. 500 Euro
sind so zusammengekommen, die der Museumsleiter jetzt in Empfang nehmen
konnte.
Kedziora war begeistert, sagte aber auch, dass es noch eine Weile dauern wird,
bis das Museumskonzept komplett umgesetzt ist: „Ich gehe von einem Zeitraum
von gut eineinhalb Jahren aus. Selbst wenn jetzt alle Gelder da wären, würde
zwischen Bestellung und Auslieferung der Vitrinen ein Zeitraum von gut neun
Monaten liegen.“ Dazu komme, dass der Bestand nun katalogisiert werden muss.
„In den vergangenen 40 Jahren ist einiges zusammengekommen“, erzählt
Kedziora von dem Arbeitspensum, das auf ihn und Museumsplaner Uwe Frenzen
zukommt. Doch es gibt gute Aussichten: Anfang Januar soll das Provisorium in
der Hitzler-Werft aufgelöst und die Exponate zurück ins Museum geholt
werden. „Ich hoffe, noch im ersten Halbjahr den Maschinenkeller so weit
herzurichten, dass wir ihn für die Öffentlichkeit öffnen können“, stellt der
Museumschef in Aussicht.du
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