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Spezialisten sorgen für den Charme

Lauenburg. Das Elbschifffahrtsmuseum wird ein Schmuckstück. Nach und nach legen die Handwerker noch Feinschliff im Zuge der Sanierung an. Und dann wird sichtbar, wie schön die beiden sanierten alten Häuser in der Altstadt an der Elbstraße und am Kirchplatz werden.
Caroline von Estorff malt mit Leinölfarbe die Verzierungen des historischen Fachwerks des sanierten Hauses am Kirchplatz neu an. Das Haus wird ins Elbschifffahrtsmuseum integriert
Foto: Jann
Caroline von Estorff malt mit Leinölfarbe die Verzierungen des historischen Fachwerks des sanierten Hauses am Kirchplatz neu an. Das Haus wird ins Elbschifffahrtsmuseum integriert
Am Fachwerk sorgen gerade Caroline von Estorff und ihre Kollegen der Restaurationswerkstatt Erdmann und Ahrends Hand an. Mit Leinölfarben malen sie die Verzierungen des Fachwerks nach. „Eine sehr schöne Aufgabe“, erklärt Caroline von Estorff. „Gerade zum Abend hin, wenn viele andere Handwerker schon Feierabend haben und es nicht mehr so laut ist, kann man sich toll konzentrieren“, sagt sie. Gerold Arnold und sein Team arbeiten oft für das Landesamt für Denkmalpflege. „Es ist spannend, die Geschichte der Häuser aufzudecken. Hier haben wir beispielsweise an den Verzierungen fünf verschiedene Farben freigelegt. Das ist wie die Mode, da ändert sich ja auch ständig etwas. Und je nach den Vorlieben der Menschen wurde auch das Fachwerk gestaltet“, berichtet Ahrends. Er hat herausgefunden, dass das Gefache, die Steine zwischen dem Holz, früher sogar verputzt und grau gestrichen war. Zwar sind die Steine künftig sichtbar, aber das Holz bekommt wieder seine ursprüngliche Ansicht zurück.
Auch drinnen tut sich einiges. „Jetzt erhält das Haus seinen Charme“, schwärmt Museumsleiter Joachim Kedziora. „Die Handwerker leisten richtig gute Arbeit“, lobt er. Und dafür werden sie auch richtig gutes Geld bekommen – das steht jetzt fest. Die Fördermittel des Bundes, immerhin 2,1 Millionen Euro, stehen auch über den 31. Oktober hinaus zur Verfügung. Bisher war der Zeitdruck enorm, weil die Arbeiten bis Montag erledigt sein sollten. Nur dann hätte eine Abrechnung der Stadt mit dem Bund geklappt. Kedziora: „Jetzt ist es so, dass das gros der Arbeiten tatsächlich Montag fertig sein soll, aber für Restarbeiten haben wir noch einen Aufschub bekommen.“ Das Hochwasser im Januar hatte den geplanten Baufortschritt sechs Wochen lang behindert „Das waren Verzögerungen, die wir nicht aufholen konnten“, sagt Kedziora.
Wann das Museum erstmals zur Ausstellung öffnen kann, ist weiter unklar. „Da mag ich keine Prognose abgeben“, bittet Kedziora um Verständnis. „Sobald die Handwerker raus und der Dreck weg sind, legen wir los“, sagt der Museumsleiter, der neben den Technikfans künftig auch Interessierte der Baugeschichte in den sanierten Häusern, die er „Exponate der Baugeschichte“ nennt, erwartet.
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