Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/glinde/article80473/Spass_am_Boden_und_in_der_Luft.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Spaß am Boden und in der Luft

Glinde. Sonnenschein und Regenschauer: Das Wetter wechselte beim Marktfest am Sonnabend beinahe im Minutentakt und sorgte für Verzögerungen beim Aufbau. Die Betreiber der 33 Stände und die rund 1500 Besucher nahmen es gelassen und folgten fröhlich den guten Wünschen von Bürgervorsteher Eberhard Schneider, Schirmherr des Events: „Uns allen ein schönes Fest.“
Zurück Bild 1 von 2 Weiter
Sie lassen sich vom Regen nicht stören: Corvin Nörskau (3, li.) und Romy Schütte (3) spielen mit dem Wiesenkreisel.
Foto: Kirstina Vogt
Sie lassen sich vom Regen nicht stören: Corvin Nörskau (3, li.) und Romy Schütte (3) spielen mit dem Wiesenkreisel.
Seiner Initiative war es zu verdanken, dass das Fest überhaupt stattfand. Nachdem die Stadt den Zuschuss gekürzt hatte, stand es auf sehr wackeligen Beinen. Kurz entschlossen machte sich Schneider mit einer Geldbüchse auf den Weg und sammelte die notwendigen 3500 Euro.
Gespendet hatte auch Hildegard Möller. Noch ein Jahr auf das Marktfest wollte die Glinderin nämlich nicht warten. Schließlich war es im vergangenen Jahr wegen der Bauarbeiten in der Ortsmitte bereits ausgefallen.
Auch in diesem Jahr waren die Laufkarten für Kinder der Renner. „Der Laufkartenstand ist unsere erste Anlaufstelle“, sagte Andrea Westphal, während ihre Tochter Paulina (7) die zwölf Geschicklichkeits- und Knobelspiele ausprobierte. Dafür waren Corvin Nörskau (3) und Romy Schütte (3) noch zu klein. Die beiden vergnügten sich trotz heftiger Schauer mit dem großen, roten Wiesenkreisel am „Regenbogen-Spielmobil“.
Die Standbetreiber ließen sich vom wankelmütigen Wetter die Stimmung nicht vermiesen: „Wir lachen trotzdem“, kommentierte Ingo Halberstadt am Weinstand des plattdeutschen „Theoters ut de Möhl“.
Dazu leistete das vielfältige Festprogramm seinen Beitrag. Den Auftakt machten die „Hamburger Klabautermänner“. Da die Bühne noch nicht fertig aufgebaut war, nutzte der Chor kurzerhand einen Unterstand und sang vor schunkelndem Publikum: „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“.
Abseits des Marktplatzes am alten Bahnhof startete der Glinder Berufspilot Christoph Muchewitz (25) zu zehnminütigen Rundflügen. Er und sein Bodenteam mussten sich ebenfalls den Wettergeistern fügen: Erst verspätet hob Muchewitz mit seinem etwa 1000 Kilogramm schweren Helikopter ab. Doch auch bei Wolken und Regen konnte man Glinde noch gut erkennen, denn in etwa 600 Metern Höhe flogen die Passagiere immer noch unterhalb der Wolkendecke. Mit an Bord war auch Yannik Trepczik. Seine Eltern Birgit und Lorenz Trepczik hatten ihn zu seinem 14. Geburtstag mit einem Flug überrascht. Mit 200 Stundenkilometern kreiste er über seiner Heimat: „Das ist das Tollste, was ich je an meinem Geburtstag gemacht habe“, sagte Yannik begeistert.
Noch kein Kommentar abgegeben

Onlineanzeigenannahme
nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008