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Bei ihm stehen kleine und große Kinder Schlange

Havighorst. Bruno Reichow ist ein Tüftler. Mit einem ausgeklügelten System bewässert er auf seinem Balkon die Geranien. So kann sich der 82-Jährige auch mal leisten, zwei Wochen in den Urlaub zu fahren, ohne seine Nachbarn um Hilfe zu bitten.
„Kling-Klong“ heißt das selbst gebaute Kinderspiel von Bruno Reichow. Es ist das zehnte, das sich der 82-jährige Havighorster ausgedacht hat.
Foto: Undine Brandt
„Kling-Klong“ heißt das selbst gebaute Kinderspiel von Bruno Reichow. Es ist das zehnte, das sich der 82-jährige Havighorster ausgedacht hat.
Und er baut Spielzeug. Aber keine Puppen oder Holzklötze, sondern Geschicklichkeitsspiele. Eines heißt „Hase und Igel“. Dafür hat der Havighorster zwei Fahrräder auf einer Platte montiert. Die sind jeweils mit einer fünf Meter langen Leine versehen, an deren Ende ein Hase oder ein Igel hängen. „Das Kind gewinnt, das am schnellsten in die Pedale tritt und das Tier als erstes zu sich heranholt“, erklärt Reichow.
Den Kindern gefällt es. Sie stehen Schlange, wenn Reichow seine Spiele aufbaut. Nur einmal im Jahr tut er das – immer im Frühjahr, wenn der Ortsverband der SPD Oststeinbek zu seinem Kinderfest einlädt. Den Rest des Jahres sind die Spiele in einer Garage eingelagert.
„Gespielt“, sagt der zweifache Vater, „hat er eigentlich nie mehr als andere.“ An Fußballpartien und Schneeballschlachten in seiner Geburtsstadt Danzig kann er sich erinnern, an Selbstgebasteltes nicht.
Doch er habe sich schon immer gern etwas selbst ausgedacht, gesteht der gelernte Schiffsbauer. Bei Kinderspielen könne er das bestens. Spannend sollen sie sein, Geschicklichkeit und Schnelligkeit abfordern, und sie sollen in ein Auto passen. Das waren die Voraussetzungen. Und so sind im Laufe der Jahre sind zehn Spiele entstanden.
Derzeit tüftelt Reichow in seinem Keller an seinem jüngsten Spiel. „Kling-Klong“ heißt das und besteht aus einer Stahlkonstruktion, die an eine Achterbahn erinnert. Davor hat Reichow eine kleine, grüne Billardplatte aufgebaut. Die Aufgabe der Kinder ist es nun, mit etwas Geschicklichkeit eine Billardkugel in die Tasche am anderen Ende der Platte zu befördern. Gelingt ihnen das, löst sich die kleine, weiße Kugel auf der einen Meter hohen Achterbahn und rollt die Schiene entlang. Am Ende springt sie die xylofonähnlichen Stufen herunter. Dann macht es „kling-klong“. Allerdings funktioniert das Spiel derzeit nicht so, wie es der Rentner gern hätte. „Bei der elektronischen Sperre hakt es irgendwo“, weiß er. Doch wo genau, das kann er nicht sagen.
  • Wer genauso gern wie Bruno Reichow tüftelt und ihm bei der Lösung des Problems behilflich sein kann, meldet sich bei ihm unter der Telefonnummer (040) 7390753.
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