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Großeinsatz: Nach der Putzfrau kam die Feuerwehr

Glinde. Der offenbar unsachgemäße Umgang mit einem benzolhaltigen und stark riechenden Reinigungsmittel hat Mittwochmorgen einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei am Oher Weg 2 verursacht.
Vorsorglich evakuierte die Feuerwehr am Mittwoch zehn Menschen. Kurze Zeit später gab es Entwarnung.
Foto: Christoph Leimig
Vorsorglich evakuierte die Feuerwehr am Mittwoch zehn Menschen. Kurze Zeit später gab es Entwarnung.
Die besorgte Mitarbeiterin einer im ersten Stock des Wohn- und Geschäftshauses ansässigen Anwaltskanzlei hatte um 7.10 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Glinde alarmiert. Sie meinte, Gasgeruch in dem Gebäude wahrgenommen zu haben.
Die Einsatzkräfte evakuierten unmittelbar nach ihrem Eintreffen vorsorglich die zehn Hausbewohner, bevor die Wehren aus Glinde sowie Oststeinbek mit der Arbeit im Haus begannen. Um 10.30 Uhr gab es Entwarnung: Der beißende Geruch stammte von einem handelsüblichen benzolhaltigen Reinigungsmittel, mit dem offenbar der PVC-Boden des Internet-Cafés im Erdgeschoss geputzt worden war. „Das Mittel war relativ frisch auf den Boden aufgebracht“, erklärt Pressesprecherin Sonja Kurz von der Polizeidirektion Ratzeburg. Noch ist allerdings unklar, wer die benzolhaltige Flüssigkeit benutzte und warum der beißende Geruch entstand. „Wir müssen erst noch mit dem Betreiber des Internet-Cafés sprechen“, sagt Kurz.
Die Wehren hatten zuvor schnell feststellen können, dass es nicht um Gasgeruch handelte. Der nachgeforderte Löschzug Gefahrengut führte anschließend Messungen im Gebäude durch, um den Konzentrationsgehalt der Subtanz zu ermitteln. Explosionsgefahr bestand laut Kurz nicht. Und auch kursierende Gerüchte, nach denen es im Haus gebrannt hätte, dementierte die Polizeisprecherin: „Der Verdacht der Brandstiftung besteht derzeit nicht.“ Dennoch scheinen noch einige Fragen ungeklärt zu sein. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.

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