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Feuer und Flamme in Glindes Jugendwehr

Glinde. Patrick Awe hält einen weißen Zettel in der Hand, als er das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Glinde am Oher Weg 8 betritt.
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Jugendwehr Glinde, Annalena Schultz (l.) und Maximilian Protze
Foto: Bode
Annalena Schultz und Maximilian Protze sind zwei Glückspilze: Die 13-Jährige und der 12-Jährige sind die neusten Mitglieder der Glinder Jugendwehr.
Auf dem Papier stehen Name und Telefonnummer eines neunjährigen Jungen, der auf die Warteliste der Jugendwehr gesetzt werden will. Er ist Aufnahmekandidat Nummer 35. Trotz des weiter wachsenden Freizeitangebots für Jugendliche mangelt es der Glinder Wehr nicht an Nachwuchs. „Ich denke, wir haben einfach einen guten Ruf. Das wird von den Jugendlichen in die Klassen getragen“, freut sich Jugendwart Awe.
Mehr als neun Neuaufnahmen – davon zwei Mädchen – sind in diesem Jahr dennoch nicht möglich. „Wir können nicht mehr als 30 Jugendliche aufnehmen, sonst würden wir personell an unsere Grenzen stoßen“, erklärt der 30-Jährige. An diesem Tag führt Awe die 13-jährige Annalena Schultz und Maximilian Protze (12) durch das Gerätehaus. Die Augen der beiden Schüler, die der Wehr beitreten durften, leuchten beim Anblick des imposanten Fuhrparks und der Gerätschaften. „Mich begeistert alles bei der Feuerwehr, vor allem die Gemeinschaft“, sagt Maximilian. Auch Annalena findet „alles interessant“ und hat das „Feuerwehr-Gen“ sozusagen vererbt bekommen: „Mein Opa und mein Onkel sind auch bei der Glinder Wehr.“
Awe ist sichtlich stolz darauf, dass er nicht mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen hat. „Wir tun aber auch viel dafür, bieten zweimal im Jahr größere Ausfahrten an und organisieren andere Freizeitaktivitäten. Wir leisten mindestens zur Hälfte Jugendarbeit“, sagt der 30-Jährige.
Auch sein Kollege aus Barsbüttel, Timmy Schmidt, kann sich bislang nicht über einen Mangel an Bewerbern für die Wehr beklagen. In diesem Jahr gab es fünf Neuaufnahmen. Dennoch kann der Jugendwart einen bedenklichen Trend ausmachen: „Man muss heute mehr die Werbetrommel rühren als früher.“
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