Schlachtfest
Schlangestehen für „Schweinereien“
Sonntag, 7. März 2010 20:58
- Von Susanne Tamm
Oststeinbek. Hunderte von Menschen strömten am Sonnabend in das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, um sich beim traditionellen Schlachtfest die Spezialitäten schmecken zu lassen.
Ob Rippchen mit Sauerkraut, Westerwälder Hackbraten oder eine Original Ellarer Schlachtplatte – die befreundeten Feuerwehrleute aus Ellar kommen seit 20 Jahren, voll beladen mit Westerwälder Spezialitäten, um den Norddeutschen ihre Küche näher zu bringen: Für die 100 Schlachtplatten, die verkauft wurden, mussten drei Ellarer Schweine ihr Leben lassen.
Um 16 Uhr sollte das Fest beginnen, doch die ersten hungrigen Gäste trafen bereits über eine Stunde vor dem offiziellen Start ein. Viele brachten zum Einpacken sogar Dosen und Teller von zu Hause mit, um auch nach dem Fest die leckeren Schlachtangebote zu genießen.
Die Freiwillige Feuerwehr hatte dieses Jahr vor der Fahrzeughalle mit einem beheizbaren Zelt für die Raucher die Fläche fast noch verdoppelt. Feuerwehrsprecher Christian Höft schätzte die Zahl der Gäste auf 500. An den vielen langen Tischen gab es kaum einen leeren Platz. Die Besucher klönten und ließen es sich bei Musik und vielen leckeren „Schweinereien“ gut gehen. Für die vielen freiwilligen Helfer bedeutete dies, etwa 900 Liter Bier zapfen und unter anderem 300 Bratwürste grillen, um möglichst alle Gäste zufriedenzustellen.
Petra Timm aus Georgswerder war begeistert von der Gemeinschaftsveranstaltung: „Ich bin zum ersten Mal beim Schlachtfest und mir gefällt es sehr gut. Erst lassen wir es uns richtig schmecken, später wird gefeiert und getanzt.“
Für die Stimmung sorgten ein Diskjockey und ein Double von DJ Ötzi: In drei Schlangen tanzten die Besucher Polonaise dazu und amüsierten sich offensichtlich. Eigentlich sollte die Party um 22 Uhr enden, doch die Tanzfläche war noch voll. Eine Stunde später öffneten die Feuerwehrleute schließlich alle Türen, damit ihre Besucher bei Minusgraden den Heimweg einschlugen.
Im September reisen die Oststeinbeker zum traditionellen Gegenbesuch in den Westerwald – und selbstverständlich soll es auch dort wieder ein Schlachtfest geben.
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