Depotgelände
Bürgerinitiative will Stabsgebäude retten
Freitag, 19. Februar 2010 22:12
- Von Undine Brandt
Glinde. Einwohner befürchten den baldigen Abriss der historischen Stabsgebäude auf dem ehemaligen Depotgelände. Sie haben sich zu einer Initiative formiert.

Foto: Undine Brandt
Bislang war geplant, auf dem Gelände der Stabsgebäude altengerechtes Wohnen zu ermöglichen. Die Bürgerinitiative kämpft zunächst für den Erhalt der Gebäude und die Öffnung für alle Glinder.
Wenn Susanne Böhnert-Tank aus Richtung Neuschönnigstedt nach Glinde fährt und die beiden weißen Stabsgebäude links stehen sieht, fühlt sie sich zu Hause. „Die haben Identifikationscharakter für die Stadt“, sagt die Grünen-Politikerin. Das sahen die rund 30 Bürger genauso, die sich am Donnerstagabend im Gutshaus zusammengefunden haben, um über die Zukunft der historischen Bauten zu sprechen. Bisher waren Politik und Verwaltung damit einverstanden, dass hier ein Investor altengerechte Wohnungen baut. „Das kann aber auch bedeuten, dass die Gebäude abgerissen werden, sollte sich die Substanz als baufällig erweisen“, sagt Grünen-Vorsitzender Wolf Tank.
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„Die Gebäude dürften allerdings in keinem schlechten Zustand sein“, weiß Harald Horst von den Linken. Er kann sich noch gut erinnern, dass die Bundeswehr sie für Millionen sanierte. Das kann auch Grünen-Mitglied Jan Schwartz bestätigen: „Die Bausubstanz ist gut, die Wände sind mindestens 50 Zentimeter dick.“ Für Marietta Exner von der SPD noch ein Grund mehr, für den Erhalt der Stabsgebäude zu kämpfen. „Da sollten wir aber schnell handeln“, rät Wolf Tank. Denn es verdichten sich die Anzeichen, dass die Schonfrist der Gebäude vorbei sei und der Abriss kurz bevorstehe. Er bedauert, dass weder Politik noch Verwaltung bisher etwas unternommen haben.
Hauke Asmussen von der Grundstücksgesellschaft Alte Wache, Eigentümer der Gebäude, sagt: „Die Stadt hatte immer die Möglichkeit, die Gebäude käuflich zu erwerben.“ Er stehe einer anderweitigen Nutzung offen gegenüber, solange sie sinnvoll und wirtschaftlich vernünftig ist.
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