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Für die Liebste greifen Männer tief in die Tasche

Glinde. Männer, die auf den letzten Drücker das Geschäft stürmen auf der Suche nach einem Geschenk für ihre Frau, sind Andreas Gustke die liebsten. „Bei diesen Kunden spielt der Preis kaum eine Rolle“, sagt der Inhaber des Uhren- und Juweliergeschäftes in der Marktpassage.
Preise für Goldketten wie diese steigen immer höher.
Foto: Undine Brandt
Preise für Goldketten wie diese steigen immer höher.
In dieser Woche kann er wieder auf solche Kunden hoffen, denn am Sonntag ist Valentinstag. Und da wird der ein oder andere in Zeitnot geratene Mann für seine Liebste auf die Schnelle etwas kaufen wollen.
Doch nicht nur Zeitmangel führt dazu, dass Mann tiefer in sein Portemonnaie greift, sondern auch der hohe Goldpreis. „Der steigt und steigt und niemand kann sagen, wie lange noch“, so Gustke. In den 23 Jahren, die er nun das Geschäft in der Markpassage führt, war das Metall – egal ob Rot-, Weiß- oder Gelbgold – noch nie so teuer. An der Börse wurde die Feinunze (31,1 Gramm) am Anfang dieser Woche mit 781,60 Dollar gehandelt – das ist dreimal höher als noch vor zehn Jahren.
Doch die Verteuerung des Edelmetalls hält die Kunden trotzdem nicht davon ab, Goldschmuck in jeglicher Form zu kaufen. „Große Einbrüche beim Verkauf können wir nicht verzeichnen“, so Gustke. Vor allem zu Weihnachten laufe das Geschäft nach wie vor gut, aber auch Geburtstage und der Valentinstag seien Anlässe zum Verschenken eines Schmuckstücks. „Jeder Mann, der seine Frau mag, schmückt sie auch gern“, sagt der 53-Jährige.
Die Beliebtheit des Edelmetalls ist nach wie vor ungebrochen. Das hänge mit seiner Einzigartigkeit und seinem Ewigkeitswert zusammen.
Ein Vorteil habe seine Branche gegenüber anderen auch: Kunden vergleichen hier weniger die Preise. Dabei hat der Firmeninhaber trotz des historischen Rekordhochs des Goldpreises seine im Lager befindlichen Schmuckstücke noch nicht teurer gemacht.
Wem das Edelmetall dennoch zu preisintensiv ist, dem rät Gustke, entweder zu einer Kette mit einem geringeren Goldanteil zu greifen – auf Farbe und Qualität habe das keine Auswirkungen – oder gleich auf Silber umzusteigen.
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