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Erfolgreiche Arbeit für Schutzlose

Bargteheide. Auf ein erfolgreiches Jahr kann der Deutsche Kinderschutzbund, Kreisverband Stormarn, zurückblicken. Wichtige Angebote wurden mit Hilfe externer Mittel finanziell abgesichert. Und auch dieses Jahr begann erfreulich, konnten doch die Weichen für ein weiteres Kinderhaus im Südkreis gestellt werden.
Der Kinderschutzbund in Storman konnte im vergangen Jahr sein Angebot erweitern.
Der Kinderschutzbund in Storman konnte im vergangen Jahr sein Angebot erweitern.
2006 hatte der Kinderschutzbund eine erste halbe Stelle für eine Familienhebamme eingerichtet, 2008 sind es drei Mitarbeiterinnen, die in Vollzeit arbeiten – in den Bereichen Glinde/Reinbek, Bad Oldesloe/Reinfeld und Ahrensburg/Bargteheide. Sie kümmern sich um Familien in schwierigen Situationen, die ein Kind erwarten.
„Das Land Schleswig-Holstein und der Kreis Stormarn tragen dieses Angebot jährlich mit jeweils 50 000 Euro“, sagt Ingo Loeding, Kreisgeschäftsführer des Kinderschutzbundes. „Das macht deutlich, dass die Politik hier Verantwortung übernimmt.“ So konnten 80 Familien betreut werden. Fünf Kinder wurden kurz nach der Geburt aus den Familien genommen, um sie zu schützen. „Und die anderen 75 hatten durch unser Angebot einen leichteren Start ins Leben“, so Loeding.
Ausgebaut werden konnte auch das Angebot für einen betreuten Umgang, bei dem Kindern aus konfliktträchtigen Trennungsfamilien der Kontakt zu beiden Elternteilen ermöglicht wird. „Auch hier sind wir endlich im Südkreis vertreten“, sagt Loeding. Doch schnell habe sich gezeigt, dass der Bedarf nach einem umfassenderen Betreuungsangebot besteht: Der Kinderschutzbund möchte in Glinde ein weiteres Kinderhaus einrichten. „Beide großen Parteien sind bemüht, für uns zügig eine Bleibe finden“, so der Kreisgeschäftsführer. Nach wie vor im Gespräch ist die Obdachlosenunterkunft Togohof. Loeding: „Auf der letzten Sitzung der Stadtvertretung vor oder der ersten nach den Sommerferien soll ein Grundsatzbeschluss gefasst werden. Ich habe die Hoffnung, dass ein Kinderhaus in Glinde im Sommer 2010 seine Arbeit aufnehmen kann.“ Dafür hat der Kinderschutzbund bereits erhebliche Eigenmittel in sechsstelliger Höhe zurückgestellt „Wir stehen in den Startlöchern.“
Bereits gefallen ist die Entscheidung, dass der Südkreis Standort eines zweiten Spielmobils wird. Es soll von Glinde aus eingesetzt werden. „Eine Konkurrenz zum Regenbogenmobil der Stiftung Sönke-Nissen-Park wird es nicht“, ist Loeding sicher.
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