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Ins Land der aufgehenden Sonne

Glinde. Im Juni ist es soweit: Acht Schüler des Gymnasiums reisen für 20 Tage mit den Lehrern Dr. Christiane Repenning und Heino Christiansen nach Chigasaki, 30 Kilometer von Tokio entfernt.
Asienforum Glinde
Foto: Tamm
Das Asienforum macht sie zu Japan-Fans: Rüveyda Albaba (18, v. li.), Evelyn Jochim (19), Mareike Horn (17), Carolin Maicher (18), Tobias Pape (17), Mona Borutta (18), Stjana Kusse (18), Alisia Bierdel (15), Nadine Hamburg (16).
Es wird der zweite Japan-Austausch, den der Verein Asienforum Gymnasiasten aus Glinde, aber auch aus Reinbek und Wentorf ermöglicht. Diese Chance gibt es sonst in Schleswig-Holstein nur noch an einem Gymnasium in Kiel.
Noch hängen Stjana Kusse (18), Tobias Pape (17), Mareike Horn (17), Nadine Hamburg (16), Alisia Bierdel (15) an den Lippen ihrer Mitschüler, die bereits 2010 mit dem ersten Austausch das Land der aufgehenden Sonne besucht haben: „In den Alltag einer komplett anderen Kultur einzutauchen, war toll“, schwärmt Rüveyda Albaba (18). „Es kommt mir heute vor wie ein Traum.“ Hiroshima, Kyoto und Osaka haben die Glinder gesehen. Mona Borutta (18) erzählt: „Morgens sind wir mit unseren Gastfamilien aufgestanden, in die Schule gegangen, haben nachmittags die AGs besucht, abends haben uns die Familien zum Essen eingeladen und um 23 Uhr sind sie mit uns noch shoppen gegangen.“ Rüveyda Albaba erinnert sich an den Sommerschlussverkauf: „Wir wurden an den Türen von Verkäufern begrüßt, die in höchsten Tönen die Preise ausriefen.“
Das schwere Erdbeben vom 11. März 2011, das einen Tsunami und die Havarie des Kernkraftwerks Fukushima auslöste, sei hingegen kein Thema mehr, erzählen sowohl ehemalige als auch künftige Japan-Reisende. Sie haben bereits Freundschaften und Kontakte geknüpft, als die Schüler der Tsurumine-Highschool im vergangenen Sommer Glinde besuchten. Die Schüler bleiben über E-Mail und Facebook in Kontakt. Alisia Bierdel (15) hat Verständnis: „Die ständige Angst vor der nächsten Katastrophe könnte man gar nicht aushalten.“ Repenning betont: „Wir haben bewusst keine Ziele im Norden ausgewählt.“ Kleinere Beben zählten in Japan zum Alltag. „Auch das Beben mit einer Stärke von 7,0 auf der Richterskala im Januar hat unter den Japanern nicht einmal Angst ausgelöst“, berichtet die Initiatorin des Asienforums. Sie und Christiansen, die mit dem Asienforum seit 1999 bisher insgesamt sieben Gruppen nach China und Japan begleiteten, haben bisher nur eines erlebt: „Da zitterten plötzlich minutenlang die Bügel im Kleiderschrank“, erinnert sich der Lehrer.
Die Schüler werden noch im Februar in einem dreitägigen Seminar von einem Japanologen in Sachen Sprache, Kultur und Geschichte vorbereitet. Sie dokumentieren auch für ihre Sponsoren ihre Erlebnisse in Fotoprojekten über die Mobilität und Lebensmittel in Japan.
Wer die Reise wie Edeka Junius oder Autonova unterstützen will, erreicht Repenning unter Telefon (040) 530 56 67 80 oder unter Crepen50@aol.com per E-Mail.
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