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Gift offen ausgelegt - Minka starb qualvoll

Glinde. Schock für Familie Soyka: Am vergangenen Freitag ist ihre Katze Minka verstorben. In ihre Trauer mischt sich Wut, denn Minka starb durch Rattengift. Die Familie hat Anzeige erstattet, denn Gift ohne Warnzeichen auszulegen ist strafbar.
katze
Foto: brandt
Melanie (v.li.), Franziska, Mark-Oliver und Sven Soyka sowie Kater Micky (11) vermissen ihre Minka (Foto).
Bei Familie Soyka ist seit acht Tagen nichts mehr wie vorher. Am Freitag vergangener Woche ist Katze Minka verstorben. Neun Jahre lebte die schwarze Hauskatze mit den weißen Pfoten im Haus der Familie an der Blockhorner Allee. Tagsüber streunte Minka draußen herum, nachts durfte sie bei Franziska Soyka mit im Bett schlafen. „Ich vermisse Minka sehr“, sagt die Achtjährige. Aber auch Kater Micky ist ganz anders, seitdem Minka nicht mehr da ist, sagt Mutter Melanie Soyka.
Doch in die Trauer der Tierliebhaber mischt sich jetzt auch Wut, denn Minka wurde mit Rattengift vergiftet. Das muss sie auf ihren Rundgängen gefressen haben, vermutet Melanie Soyka.
Vier Wochen lang quälte sich das Tier, fraß nicht, trank nicht, spuckte Blut. Fast täglich waren die Soykas mit ihr beim Tierarzt in Reinbek, verabreichten ihr Antibiotika. Doch geholfen hat es am Ende nicht. „Der Tod kommt bei einer Vergiftung sehr schleichend. Das Gift verdünnt das Blut, löst Zellwände auf, es kommt zu Blutungen im Verdauungstrakt. Das Tier verendet qualvoll“, weiß Familienvater Sven Soyka. Der Tierarzt bestätigte der Familie die Diagnose. Die Soykas erstatteten Anzeige bei der Polizei gegen unbekannt.
„Denn Rattengift als offenen Köder auszulegen ist verboten“, weiß der Glinder Schädlingsbekämpfer Rainer Patzner. Kommen Kleinkinder und andere Tiere wie Hund und Katze damit in Berührung, kann das für sie sehr gefährlich werden. Deshalb verwendet Patzner bei seinen Einsätzen Kunststoffboxen mit Öffnungen, durch die nur Mäuse und Ratten passen. Außerdem schreibt die Kennzeichnungspflicht vor, dass er Hinweisschilder dort aufstellt, wo er Rattengift ausgelegt hat. Patzner weist dann Passanten im Umkreis von 20 Metern auf die Gefahr hin.
Patzner hat schon öfter gesehen, dass jemand Rattengift offen ausgelegt hat. In diesen Fällen sammelt der Schädlingsbekämpfer es mit Schutzhandschuhen ein, entsorgt es im Sondermüll und zeigt den Vorfall im Rathaus oder bei der Polizei an. Für Laien ist das Gift nicht leicht zu erkennen: Es gibt es in roter, blauer, grüner oder weißer Farbe.unb
12 Kommentare
Bidungsbürger meint:
Wieso die Anzeige? Was hätte es gebracht, wenn die Stelle mit dem Rattengift gekennzeichnet wäre? Ich kann mir zwar vieles vorstellen, aber eine lesende Katze gibt es dann doch nicht.

Nur so am Rande: Ich würde eine Katze, die tagsüber in der Welt herumirrt, Singvögel frisst, Ratten jagt und an Hundesch**** schnuppert nicht bei meiner Tochter im Bett schlafen lassen.
victor meint:
Deine Beleidigungen fallen auf dich zurück, lieber TukTuk.
TukTuk meint:
@victor
Na, das bestätigt doch meine These.

Weil du keine Kritik bzw. Wahrheit vertragen kannst, kommst du mit verblödeteten Kommentaren. Du hast ganz gut dieses Kindergartenverhalten drauf, so nach dem Motto; menno, ich will aber das letzte Wort haben, bockiges Fußstampf...

Du kannst wahrlich stolz auf deinen Schwachsinn sein...

Tiere haben mehr Verstand als du...

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