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Hund reißt trächtiges Schaf – Lämmer verenden

Havighorst. Übel zugerichtet fand Jens Hildebrandt Sonntagmorgen eines seiner trächtigen Schafe auf der Weide zwischen Glinder Au und Mümmelmannsberg vor. Offenbar hatte ein Hund das Schwarzkopf-Schaf in der Nacht zuvor gerissen.
Schaf gerissen
Foto: Susanne Tamm
Jens Hildebrandt zeigt das übel zugerichtete Schaf.
Die Kehle des Kadavers ist vollkommen zerfetzt, tiefe Wunden klaffen in der Brust und Bissspuren an der Flanke. „Es ist elendig verendet“, stellt der 39-jährige Havighorster traurig fest.
Bereits vor einigen Tagen ist ein Lamm spurlos verschwunden, im Mai 2011 gab es eine Hundeattacke, bei der Hildebrandt 15 Lämmer verlor. „Ich bin ein Tiernarr“, sagt er. „Aber das ist zu viel. Insgesamt beläuft sich der Verlust auf etwa 3000 Euro. Die drei übrigen Tiere werde ich jetzt wohl verkaufen.“
Die Polizei will er dennoch einschalten, gestern konnte er den Fachdienst für Umweltdelikte noch nicht erreichen. Im Mai hatte die Polizei festgestellt, dass die Tiere eindeutig Opfer eines Hundes geworden waren. Halter und Hund konnten aber nicht ermittelt werden. Das Verfahren wurde eingestellt. Nach der Attacke waren die Tiere so scheu, dass sie auch ihn und seine Familie mieden.
„Das Schaf hat gerade gelammt, als es angegriffen wurde“, ist Hildebrandt sicher. „Der Hund hat seine Schwäche ausgenutzt. Sonst hätte er es nicht erwischt.“ Die Lämmer sind im Mutterleib eingegangen.
Hildebrandt, der hauptberuflich im Betonwerk Kuschmierz arbeitet und die kleine Schafherde als zweites Standbein übernommen hatte, ist dankbar für Hinweise unter Telefon (01577) 7708670. Die Weide auf Hamburger Gebiet ist abgelegen, ein Weg führt dort nicht entlang. Möglicherweise hat ein Spaziergänger oder Landwirt etwas bemerkt.
„So einen Hund kann man doch nicht loslassen“, sagt der Schafzüchter. „Der fällt bestimmt weitere Tiere an. Vielleicht sogar Menschen.“ Ganz ausschließen will das auch Manuela Hopfer, Verhaltensberaterin für Hundehalter und Inhaberin der Hundeschule Hundherum, nicht. „Das ist schwierig zu beurteilen, wenn man den Hund nicht kennt. Grundsätzlich kann aber jeder Hund gefährlich werden. Wenn er etwa auf Bewegungsreize reagiert, auch Joggern.“ Es sei aber davon auszugehen, dass dem Hundehalter die Attacke nicht verborgen geblieben ist.st
3 Kommentare
nochmal Hundling meint:
Schäfer Frank Neumann in Schleife/Oberlausitz kann da wohl weiterhelfen.
Hundling meint:
Für solche "Fälle" sind Herdenschutzhunde eine gute Idee... Die werden "angemietet" und vielleicht hat man hinterher einen Kandidaten, an dessen Besitzer die entsprechenden Rechnungen gehen...
Sparfox meint:
Man spricht doch immer davon, dass die Wölfe nach Deutschland zurück gekehrt sind. Es muß also kein Hund sein!

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