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Handwerker am Tatort

Glinde. Im Winter haben Einbrecher Hochkonjunktur. Tischlereien auch, denn sie beseitigen die Schäden. Daher gibt es in der dunklen Jahreszeit besonders viel zu tun.
Wolfgang Oberlein von der Tischlerei Fischer ist fast täglich unterwegs, um aufgebrochene Fenster und Türen zu reparieren.
Foto: Habermann
Wolfgang Oberlein von der Tischlerei Fischer ist fast täglich unterwegs, um aufgebrochene Fenster und Türen zu reparieren.
Wenn der erste Schock vorbei ist und die Polizei am Tatort Spuren gesichert hat, treffen als nächstes die Handwerker ein, um Einbruchsspuren zu beseitigen, aufgebrochene Fenster und Türen zu ersetzen oder beschädigte Teile auszutauschen.
In der dunklen Jahreszeit gibt es an solchen Tatorten für Tischler besonders viel zu tun. Die Nachfrage nach Möbeln, Treppen und Fenstern ist in den ersten Monaten des Jahres ohnehin nicht so stark wie sonst. „Im Januar und Februar haben wir eine relative Flaute“ so Tischlermeister Peter Fischer, Inhaber der gleichnamigen Tischlerei in Glinde. „Unsere Handwerker sind jetzt fast täglich unterwegs, um Einbruchspuren zu beseitigen.“ Bis zu 200 Mal im Jahr, vor allem in Glinde, Reinbek und Lohbrügge. „Und manchmal mehrmals am gleichen Ort. Denn einige sind häufiger Opfer eines Einbruchs. Bei manchen sind wir bis zu vier Mal“, so Fischer. Manchmal müssen seine Mitarbeiter den Opfern auch Beistand leisten, während sie aufgebrochene Türen reparieren.
Dass in manche Häuser öfter eingebrochen wird, bestätigt auch Eggert Werk, Chef der Polizeizentralstation Glinde. „Bestimmte Häuser werden immer wieder von Einbrechern aufgesucht. Es sind vor allem Häuser, die gut über einen Fußweg erreichbar sind, wie beispielsweise Reihenendhäuser.“
Das Schlimmste für die Einbruchsopfer ist der Gedanke, dass jemand Fremdes in dem Haus war, in dem sie sich eigentlich sicher fühlen sollten. Dieses Gefühl ist dann dahin, und nicht wenige verkaufen daraufhin ihr Haus und ziehen in ein Mehrfamilienhaus, so Werk.
Die Täter steigen fast ausschließlich über die Terrassentür ein, weil es dort schlecht einsehbar ist. Diese Türen sollten deshalb besonders gut gesichert werden. Scheiben gehen nur selten zu Bruch. „70 Prozent aller Fenster und Türen werden aufgebrochen“, hat Tischlermeister Fischer in den vergangenen 30 Jahren festgestellt.
In Glinde gibt es laut Polizeichef zwei Schwerpunkte: „Besonders viele Einbrüche gibt es in Wiesenfeld, am Wiesen-, Rotdorn- und Weißdornweg. Der zweite Schwerpunkt liegt links und rechts der Mühlenstraße.“ Tendenziell sei die Zahl der Einbrüche aber zurückgegangen, so Werk. Das liege unter anderen daran, dass die Leute heute viel eher verdächtige Personen in Nachbars Garten melden und daraufhin eine Polizeistreife vorbeifährt. Nicht so in einem aktuellen Fall aus Barsbüttel: Als der Besitzer einer Doppelhaushälfte am Soltausredder am Montag aus dem Weihnachtsurlaub zurückkehrte, fand er seine Balkontür beschädigt vor. Einbrecher hatten versucht, in das Haus zu gelangen – offenbar bereits am 23. Dezember. An diesem Abend hatte ein Nachbar gegen 22 Uhr drei Männer über den Balkon flüchten sehen. Er hatte sich jedoch nichts dabei gedacht.
3 Kommentare
werner meint:
Danke, Anmerker. War aber wriklich nur ein Schraipfela.
Anmerker meint:
werner: das heisst Artikel !!!!


werner meint:
Es gibt in Glinde keinen Wiesenweg, sondern einen Wiesenstieg. Im Rotdorn- und Weissdornweg gibt es keine Reihenhäuser. "Links und rechts der Mühlenstraße": Also in den angrenzenden Straßen oder wo?
Ein seltsamer Artiekl.

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