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Jugendzentrum bekommt Schallschutz

Glinde. Betreuer und Gäste im Jugendzentrum "Spinosa" müssten eigentlich Gehörschutz tragen. Dauer-Lärmpegel bis zu 90 Dezibel wurden bei normalem Betrieb in den Räumen gemessen, die vor sieben Jahren ohne Schallschutz gebaut wurden. Jetzt will die Stadt nachbessern.
Wenn im Clubraum gekickert wird, steigt der Lärmpegel so an, dass man sich nicht mehr ungestört unterhalten kann.
Foto: Undine Brandt
Wenn im Clubraum gekickert wird, steigt der Lärmpegel so an, dass man sich nicht mehr ungestört unterhalten kann.
Wenn im Clubraum der Spinosa die Musikanlage läuft, Kinder Kicker spielen und sich dann noch zwei in der Ecke unterhalten wollen, ist das nicht mehr möglich. Es sei denn, sie schreien sich an. Denn im hinteren Raum der Jugendeinrichtung am Schlehenweg ist es extrem laut, weil die Schalldämmung fehlt. Das hat zur Folge, dass der Lärm von den schallharten Wänden nicht aufgefangen, sondern reflektiert und verstärkt wird. „Lange kann man sich hier nicht aufhalten“, sagt Carsten Helms, Leiter der Spinosa. Das gleiche gilt für das Foyer mit Billardtisch und Tresen. Regelmäßig wird in den beiden Räumen der Wert von 80 Dezibel überschritten. Das ergaben Messungen mit einem Schallpegelmessgerät, die Carsten Helms selbst vorgenommen hat.
In beiden Räumen zeigte das Gerät Werte zwischen 80 und 90 Dezibel an. Nach der Lärmschutzverordnung muss das Folgen haben: „Danach müssten wir einen Gehörschutz tragen“, so Helms. Er beantragte im jüngsten Sozialausschuss nun, dass bei der Schalldämmung nachgebessert wird.
Im Rathaus ist das Problem bekannt, sagte Jugendpflegerin Angelika Thomsen. Sie bestätigte, dass der Lärm unerträglich sei und aggressiv mache: „Das ist schlimmer als auf dem Bahnhof.“
Wenn er so etwas höre, könne er sich nur an den Kopf fassen, sagte Ausschussmitglied Frank Lauterbach (SPD). „Was hat denn die Verwaltung gemacht, als die Spinosa vor sieben Jahren gebaut wurde?“ Die Verwaltung hatte die Lärmisolierung schon im Blick, erklärt Thomsen, nur habe das Geld am Ende nicht für alle Räume gereicht.
Die Mitglieder des Sozialausschusses sprachen sich einstimmig dafür aus, bei der Isolierung an Wänden und Decken nachzurüsten. 20.000 Euro soll das kosten. Wenn der Finanzausschuss und die Stadtvertretung auch zustimmen, können Mitarbeiter und Besucher hoffen, dass es spätestens im nächsten Jahr etwas ruhiger in der Spinosa wird.unb
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