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Geesthachter Einkaufsmeile: Umbau-Start für 2012 geplant

Geesthacht. Bekommt Geesthacht nun doch eine neu gestaltete Einkaufsstraße? Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe hat zur Sitzung des Ausschusses für Bau und Verkehr am Montag (Beginn: 18 Uhr, Rathaus) einen gemeinsamen Antrag von CDU, SPD, FDP und Grünen vorbereitet.
Geesthachts Fußgängerzone soll nach dem Willen der Politiker ab 2012 saniert und modernisiert werden. Die Bäume sollen dabei erhalten werden, allerdings ohne übermäßigen Aufwand.
Foto: Timo Jann
Geesthachts Fußgängerzone soll nach dem Willen der Politiker ab 2012 saniert und modernisiert werden. Die Bäume sollen dabei erhalten werden, allerdings ohne übermäßigen Aufwand.
Danach soll die Planung zur Umgestaltung der Fußgängerzone unter Berücksichtigung der Vorschläge der über Monate aktiven Arbeitsgruppe wieder aufgenommen werden.
Im Oktober 2009 hatte Bürgermeister Volker Manow den Geesthachter Politikern eine Denkpause verordnet, weil zuvor in vielen teils hitzigen Diskussionen keine Lösung für die Umgestaltung gefunden wurde. Die in der letzten Legislaturperiode eigentlich perfekte Planung von CDU und FDP wurde nach der Kommunalwahl 2008 von der neuen politischen Mehrheit aus SPD, Grünen und Linken gekippt. Gestritten wurde vor allem um den Erhalt der Bäume, zeitweise stand deren Rettung mit Millionenaufwand zur Diskussion. Diese aufwendige Variante ist jetzt vom Tisch.

Baustellen so klein wie möglich halten

15 Punkte nennt der gemeinsame Antrag der Fraktionen. „Die Arbeiten an der Bergedorfer Straße sollen zügig in Angriff genommen werden, da insbesondere wegen des Zustands der Abwasserrohre ein Aufschub nicht zu verantworten ist“, heißt es in dem Antrag. Im Boden liegen teils extrem marode Leitungen. Für deren Erneuerung muss die Straße aufgerissen werden, so dass die Neugestaltung der Oberfläche künftig moderner, ebener und einheitlich erfolgen soll. Dazu sind von der Arbeitsgruppe drei Bauabschnitte gewünscht, um die Geschäftsleute möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Andere Lieferantenzufahrt

„Unvermeidlicher Lieferverkehr soll mit Pollern gesteuert werden, so dass kein unbefugtes Durchfahren mehr möglich wird“, heißt es in dem Antrag. Die Belastbarkeit der Straße soll auf gesamter Breite reduziert werden, weil das geringeren Aufwand in den Seitenräumen mit sich bringt. Gerade beim Baumschutz ist das wesentlich. Die Zufahrt soll künftig von der Nelkenstraße aus nach rechts und links als Einbahnstraße geführt werden. „Eine aufwendige Sanierung der Baumstandorte durch Freilegung der Wurzeln etc. wird nicht durchgeführt“, so ein Ergebnis der interfraktionellen Beratungen.

Anlieger sollen mitbezahlen

Entgegen der früheren Planung gilt jetzt eine „moderate Anliegerbeteiligung“ an den Baukosten als gesetzt. Allerdings sollen dazu die Kosten genau nach Kanalisation, Straßenoberfläche, Maßnahmen für den Baumerhalt, und die Erneuerung der Straßenbeleuchtung unterteilt werden.
Früher wären die Grundstückseigentümer zum Nulltarif dabei gewesen.
Nach dem Willen der Fraktionen sollen schon zu den Haushaltsberatungen im Herbst die Planungskosten für 2011 stehen. Von 2012 an könnte dann gebaut werden. Wohl zwei Jahre lang für rund vier Millionen Euro.
1 Kommentar
Albrecht Struve meint:
"Die Belastbarkeit der Straße soll auf gesamter Breite reduziert werden, weil das geringeren Aufwand in den Seitenräumen mit sich bringt. Gerade beim Baumschutz ist das wesentlich."
Wer bitte soll das verstehen?

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